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Kirche in WDR 4 | 15.09.2018 | 08:55 Uhr

Zurück zur Natur

Guten Morgen!

„Natur überholt Gesundheit!“ lese ich im Internet als Überschrift zu einem Artikel (1). Darin geht es darum, welche Werte den Deutschen wichtig sind: Freiheit, Familie, Sicherheit, Gesundheit, Natur und vieles mehr. Das Ergebnis nennt sich Werte-Index 2018. Dafür analysieren namhafte Markt- und Trendforscher alle zwei Jahre Beiträge in den Social-Media-Kanälen. Natur schaffte es von Platz vier auf Platz eins und löst damit den Wert Gesundheit ab. Der ist auf Platz zwei gerutscht und liegt jetzt vor dem Wert Familie. Erfolg dagegen rangiert weiter hinten. Daraus kann man folgern: Die Deutschen wollen nicht immer besser, sondern glücklicher leben. Weil die Menschen immer öfter in der digitalen Welt unterwegs sind, wird die Natur nun zu einem wichtigen Gegenpol. Die Natur ist eine Quelle für Seelenfrieden und Kraft. Das empfinden viele so. Wenn ich im Wald spazieren gehe, den weichen Boden unter den Füßen spüre und den Duft von Bäumen und Boden rieche, kann ich oft ganz neu durchatmen. Wenn ich auf Berge kraxle, den Ausblick und die Stille genieße, dann kriege ich Gänsehaut. Am Meer lasse ich mich vom Wind durchpusten bis ich einen klaren Kopf bekomme. Wenn ich die Früchte im Garten oder auf den Feldern ernte, dann spüre ich noch lange ihren Geschmack auf der Zunge.

Die Natur beschenkt Leib und Seele reichlich.

Und mehr und mehr Menschen entdecken, wie nötig sie ist. An vielen Orten werden seit einigen Jahren Wald- oder Berg-Exerzitien angeboten, um in die Stille einzutauchen und den Einklang von Mensch und Natur wieder zu spüren. Auf einer spirituellen Wanderung entdecke ich vieles ganz neu.

In der Bibel finde ich Geschichten davon, wie Gott Menschen in der Natur begegnet: Da ist Mose, zu dem Gott im brennenden Dornbusch sprach. In den Psalmen loben die Beter Gott dafür, dass alles so wunderbar gemacht ist. Und Jesus hat die Lilien auf dem Feld und die Vögel unter dem Himmel als Beispiele genommen, um zu beschreiben wie die neue Welt Gottes aussehen wird.

Der Mönch Bernhard von Clairvaux hat vor rund 900 Jahren schon gesagt: „Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst.“

Für mich heißt das noch etwas anderes: Ich genieße die Natur und brauche sie, um mich wohl zu fühlen. Deshalb fühle ich mich verantwortlich dafür, ihre Schönheit und Vielfalt zu bewahren. Ich staune über das, was ich dort geschenkt bekomme. Und trauere, wenn es zerstört wird. Ich setze mich im Rahmen meiner Möglichkeiten dafür ein, dass Gottes Schöpfung nicht zerstört wird, sondern bleibt. Ein wertvolles Gut. Das möchte ich nie aus dem Blick verlieren.

(1)Quellen:

https://www.n-tv.de/panorama/Natur-ueberholt-Gesundheit-article20143964.html

http://werteindex.de/blog/der-werte-index-2018-ist-da/

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