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Kirche in WDR 2 | 26.01.2018 | 05:55 Uhr

Zwei Gebote-exklusiv am Tag der Ehegatten

Wir Christen haben zwei Gebote, die es in keiner anderen Religion gibt. Man kommt nicht so schnell darauf, sagt aber dann: ja klar!

Du sollst nicht töten, stehlen, naschen. Oder achte Deine Eltern, liebe Deinen Nächsten - solche Gebote gibt es in allen Religionen.

Exklusiv hat Jesus uns diese Gebote gesagt; Liebe beine Feinde! Und: Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen! Also die Unauflöslichkeit der Ehe.

Heute, am Tag der Ehegatten, stellt sich die Frage, was denn die beiden Gebote verbindet. Was haben sie miteinander zu tun? Beides, die Feinde lieben und immer treu sein, das geht aus rein menschlicher Kraft nicht. Gegen Feinde will man sich wehren, und wenn eine Ehe völlig zerrüttet ist, will man sie trennen.

Beide Gebote, Feindesliebe wie ewige Treue werden als „eschatologische“ Regeln bezeichnet, in ihnen ist sozusagen der Himmel geöffnet. Sie übersteigen die menschliche Kraft und brauchen Gottes Hilfe. Wie sieht die Hilfe Gottes aus?

In dieser Welt hat Gott nur unsere Nase, unsere Hände, unsere Augen, unser Herz, unsern Verstand, um reinzuriechen, anzupacken, hinzusehen, mitzufühlen, mitzudenken. Er hat nur uns. Das ist seine Chance oder sein Problem. Gott wirkt durch uns, wenn wir mitmachen. Für Feindesliebe heißt das: Ich bin der Klügere, der nachgibt. Vor allem versuche ich mich in die Situation meines Feindes zu versetzen. Was bei mir lässt ihn so wütend werden, kann ich da ändern? Also cool bleiben und Angebote der Versöhnung machen. Für die Ehe heißt das: Von meiner Partnerin, meinem Partner her nachdenken. Nachfragen, was ihn stört oder belastet. Empathie, Einfühlung.

Als katholischer Pfarrer bin ich nicht verheiratet, habe aber öfter Gespräche mit Menschen, deren Ehe zu scheitern droht. Da ist zum Beispiel ein Mann. Seine Ehefrau bat ihn inständig: Bitte überhole mit dem Auto nicht in Baustellen, wo die Fahrbahn so eng ist, das macht mir Angst. Der Ehemann hat es immer getan und sagt jetzt: Ich war blöd, ich habe einfach nichts, gemerkt.

Dieses Beispiel ist nur scheinbar einfach. Es zeigt den Kern. Vom anderen her denken, das ist der Kitt jeder Ehe.

Heute am Tag der Ehegatten könnte ein Gebet zu Gott also lauten: Guter Gott gib mir ein Gespür für meine Partnerin oder meinen Partner. Lass mich seine Wünsche akzeptieren, auch wenn ich sie noch nicht so ganz akzeptiere.

Dann öffnet sich der Himmel, wenigstens ein Stück.

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