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Hörmal | 14.10. 2018 | 07:45 Uhr

Abschalten – Anna Schudt

Autor: Im Dortmunder Tatort bewahrt Frau Bönisch meist einen klaren Kopf und sagt, wo’s lang geht. Auch im realen Leben ist ihr das nicht fremd: der Schauspielerin Anna Schudt. Ihr großes Thema ist Abschalten.

O-Ton: Ich sag ganz oft, nein, ich beschäftige mich damit nicht, ich will es jetzt nicht wissen, weil ich es auch gar nicht ändern kann, es kriecht nur in meinen Kopf und in meine Seele und in mein Herz, und ich fühl mich elend.

Autor: Erklärt Anna Schudt angesichts der täglichen Informations- und Nachrichtenflut.

O-Ton: Ja, alles, was hier und woanders auftaucht an Schrecklichkeiten, wird sofort auf einen draufgeballert.

Autor: Da hilft nur Abschalten, auch den Tatort, wenn es zu viel wird. So wie bei ihrem Tatort „Kollaps“, wo nach drei Minuten die Leiche einer Sechsjährigen im Sandkasten auftaucht. „Das brauch ich nicht an einem Sonntagabend“, sagt Anna Schudt, Mutter zweier Söhne im Kindergarten- und Grundschulalter.

O-Ton: Wenn das Internet, sage ich mal, zum Beispiel Montag Dienstag zu hätte oder am Wochenende, ja, das fände ich zum Beispiel mal ‘ne gute Maßnahme, einfach mal sagen, wir schalten jetzt ab, das hat jetzt nicht geöffnet.

Autor: Nicht, um sich den Problemen der Welt zu entziehen, sondern:

O-Ton: Man sagt: Wir sind hier, und wir sind hier zusammen, und wir gucken einander an, und wir sprechen miteinander, und es gibt nichts, wo man reinglotzen, und es gibt nichts, womit man sich außerhalb des jetzt Hierseins beschäftigen muss.

Autor: Anna Schudt ist mit dem Vater der Kinder, dem Schauspieler Moritz Führmann verheiratet. Was ihr selbst wichtig ist, das möchte sie an ihre Familie, ihre Freunde weitergeben.

O-Ton: Ich habe in der Schauspielerei gelernt: es geht immer um Liebe, um Liebe und geliebt werden, beziehungsweise nicht geliebt worden sein. Aus „Nicht- geliebt- worden- sein“, entstehen die großen Katastrophen. Ich bin niemand, der den großen Kreis aufmachen kann, aber der kleine Kreis ist der, den ich so beeinflussen möchte, dass er genau diese Botschaft im Positiven hoffentlich weiterführen kann, sodass ich einfach sagen kann: Ich habe die, die um mich rum sind, so sehr mit Liebe gefüttert, wie ich das konnte.

Autor: Die Anfang-Vierzigerin, die mit ihrer Familie in Düsseldorf lebt, ist in Konstanz aufgewachsen. Als kleines Mädchen hat sie sich mit Jesus verbunden gefühlt und oft zu ihm gebetet.

O-Ton: Ja, das war wahnsinnig innig, das muss ich sagen, und das hat mir, man hatte immer einen Begleiter, das war toll.

Autor: Die Verbindung mit etwas Anderem außerhalb unserer Wirklichkeit ist ihr nach wie vor wichtig.

O-Ton: Heute würde ich es nicht mehr mit Jesus in Verbindung bringen, meine Innigkeit in der Verbindung, wenn ich in der Kirche sitze und still bin oder überhaupt still bin. Man ist ja so selten still.

Autor: Abschalten können und die Stille suchen, für die vielbeschäftigte Schauspielerin und Familienfrau Anna Schudt eine Herausforderung, die sie zum Wesentlichen führt.

O-Ton: Also, den Moment sich zu nehmen und zu sagen, ich bin still, wenn man sich den nimmt, ist man in einer Verbindung mit dem, was um einen ‘rum schwebt an Energie, glaube ich, oder so geht es mir jedenfalls. Und das ist die Verbindung mit dem, was man nicht greifen kann und was höher ist und was einen leitet möglicherweise auch.

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