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Choralandacht | 23.11.2019 | 07:50 Uhr

Ach, wie flüchtig ist ein Menschen Leben (eg 528)

Musik 1: Choral (instrumental)

Sprecherin 1 (overvoice): Der die Welt erfuhr,
faltig und ergraut,
Narb‘ an Narbenspur
Auf gefurchter Haut.
Den die Not gehetzt,
den der Dämon trieb,
Sage, was zuletzt
Dir verblieb?

Sprecher 1: Was an Schmerzen kam
War Vorübergang

Und mein Ohr vernahm
Nichts als Lobgesang.

(Werner Bergengruen)

Musik 2: Choral (eg 528) Strophen 1+2:
Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig ist der Menschen Leben.
Wie ein Nebel bald entstehet und auch wieder bald vergehet,
so ist unser Leben, sehet!

Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig sind der Menschen Tage.
Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen,
so fährt unsre Zeit von hinnen.

Sprecherin 1: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von  nun an.
Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal;
Denn ihre Werke folgen ihnen nach.

(Offenbarung 14,13)

Musik 3: Choral (eg 527) instrumental
Overvoice Strophen 2+4

Sprecherin 2: Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten,
ist nur ein falscher Wahn.
Sobald der Geist gewichen und dieser Mund erblichen,
fragt keiner, was man hier getan.
Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen
Und saurer Schweiß erwirbt.
Was Menschen hier besitzen kann vor dem Tod nichts nützen,
denn alles stirbt uns, wenn man stirbt.

Sprecher 2: Meine Lebenszeit verstreicht, stündlich eil ich zu dem Grabe;
wenig Tage sind vielleicht, die ich noch zu leben habe.

Sprecher 1: Denk, o Mensch, an deinen Tod, säume nicht denn eins ist not:
Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben,
nichts wird dich im Tod erfreun, diese Güter sind nicht dein.

(Christian Fürchtegott Gellert)  

Musik 1: Choral (instrumental)

Sprecherin 1: Herr, unser Gott, du lässt die Menschen sterben und sprichst:
Kommt wieder, Menschenkinder.
Du lässt sie dahinfahren wie ein Strom,
sie sind wie ein Gras, das am Morgen blüht und sprosst und am Abend welkt und verdorrt.

(Psalm 90)

Musik 4: Brahms Requiem, 3. Satz
Herr, lehre doch mich, dass ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss.

Sprecher 1: Siehe, meine Tage sind eine Handbreit vor dir und mein Leben ist wie nichts vor dir.
Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben. Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergebliche Unruhe.

(Psalm 39)

Musik 5: Choral (eg 528) Strophe 4:
Ach, wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Schöne!
Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein raues Lüftlein wehet,
so ist unsre Schöne, sehet!

Sprecher 1: Herr, wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast.
Was ist dagegen der Mensch, dass du dennoch an ihn denkst und des Menschen Kind, dass du dich dennoch seiner annimmst?

Sprecher 2: Ja, du hast den Menschen nur wenig niedriger gemacht, als dich selbst und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt, du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk.
Alles hast du unter seine Füße getan.

(Psalm 8)

Musik 1: Choral eg 528 (instrumental)

Sprecherin 2: Seht, wie richtig, seht, wie wichtig ist ein Menschenleben.
Ist aus Gottes Gunst entstanden, wird erblühn wie Rosenranken
So
ist unser Leben, sehet.
Seht, wie richtig, seht, wie wichtig sind der Menschen Tage.
Nicht ein einzger geht verloren. Das hat unser Gott geschworen.
Freude
wird aus jeder Klage.
(Gerd Höft)

Sprecher 1: Auferstehn, ja auferstehn wirst du mein Staub nach kurzer Ruh.
Unsterblich’s Leben wird, der dich schuf, dir geben.

Sprecher 2: Wieder aufzublühn werd ich gesät.
Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben uns ein, die starben.

(Friedrich Gottlieb Klopstock)

Sprecherin 1: O glaube, mein Herz; o, glaube: Es geht dir nichts verloren.
O, glaube, du wardst nicht umsonst geboren!
Hast nicht umsonst gelebt, gelitten.

Sprecher 2: Was entstanden ist, das muss vergehen! Was vergangen, auferstehen!
Hör auf zu beben.

Alle: Bereite dich zu leben!
(Gustav Mahler aus der 2. Symphonie)

Autor: (Overvoice) Gott segne dich und dein Leben an seinem Anfang und an seinem Endeund über sein Ende hinaus.

Musik 6: 


Quellen:
„Der die Welt erfuhr…“, aus: „Frage und Antwort“, von Werner Bergengruen, in: „Die heile Welt“, Verlag der Arche, 1962, S. 252

„Meine Lebenszeit verstreicht…“ von Christian Fürchtegott Gellert „Vom Tode“ – Geistliche Lieder und Oden,  Leipzig , 1757, In: Friedemann Steger: „Vom Tod zum Leben“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2019

„Aufersteh’n, ja aufersteh’n…“ von Friedrich Gottlieb Klopstock, Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen, Dortmund 1920  - Nr. 521


Redaktion: Pfarrerin Petra Schulze   

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