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Kirche in WDR 2 | 05.11.2020 | 05:55 Uhr

Anonyme Rassisten

Super!

Ich find´s super.

Ron Buford, 63, ist Pfarrer in einer Gemeinde in Sunnyvale, Kalifornien. Vor knapp fünf Jahren gründete er die „Anonymen Rassisten“. Eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit rassistischen Gedanken. Budford ist selbst Teil der Gruppe – obwohl er schwarz ist.

Anonyme Rassisten.

 

Anonyme Alkoholiker. Ja. Hat man meistens schon mal gehört.

Eine ziemlich erfolgreiche Selbsthilfegruppe. Da können Alkoholiker hingehen

und die Erfahrung machen, dass sie nicht mehr trinken müssen.

 

Ok. Dann gibt es noch das gleiche Programm für Süchtige, die andere Drogen konsumieren. Und einige andere anonyme Selbsthilfegruppen, die alle ein gemeinsames Programm verbindet – selbstverständlich freiwillig und als Angebot:

Das 12 Schritte Programm.

Und jetzt:

Anonyme Rassisten.

Ein Schritt des 12 Schritte Programms lautet bei ihnen:

 

„Wir kamen zu dem Glauben, dass nur eine Macht, größer als ich selbst, mich in meiner Menschlichkeit wiederherstellen kann. Damit ich die nicht-rassistische Kreatur werde, als die Gott mich geschaffen hat.“

 

Die Bewegung der Anonymen Rassisten ist in den vergangenen Jahren in der USA stark gewachsen. Die Botschaft: Du kannst ein Rassist sein. Aber du musst es nicht bleiben. Sieh ein, dass deine Intoleranz Mist ist und leg sie ab – mit der Hilfe von Gott.

 

Nathan King, Pfarrer und Vorsteher einer Gemeinde in North Carolina sagt: „Ich habe genug von den ganzen Schießereien und Rassen-Kämpfen in den USA gehabt. Jede Woche habe ich mindestens eine Predigt gehalten, weil wieder einer jemanden auf der Straße abgeknallt hat.“

 

In Kings Gruppe der Anonymen Rassisten treffen sich etwa ein Dutzend Leute aus allen Schichten. Die meisten sind Gemeindemitglieder, seit Kurzem kommen auch Menschen von außerhalb. „Es ist ein anonymes Treffen, man kann hier ganz frei teilnehmen“, sagt King. Er ermutigt die Teilnehmer zu reden, so viel oder so wenig, wie sie möchten.

 

Als er zum ersten Mal beim Treffen der Anonymen Rassisten gewesen ist, habe auch er Schwierigkeiten gehabt, ganz frei über dieses Thema zu reden. Es ist einfach ein Tabu, offen über seinen eigenen Rassismus zu reden. „Aber von Tag zu Tag habe ich mich wohler gefühlt“, sagt King.

 

Er glaube, dass eine Veränderung in der Gesellschaft im Kleinen anfangen muss.

Es fängt damit an, zuzugeben, dass ich es allein nicht hinkriege, der zu sein, der ich sein will. Das ist der erste Schritt des 12-Schritte Programms der Anonymen Rassisten.

 

Zugeben, dass ich es allein nicht hinkriege, obwohl ich es will.

Es funktioniert.

Gemeinsam. Um zu leuchten als Glanz Gottes. Wie Du.

 

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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