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Hörmal | 30.08.2020 | 07:45 Uhr

Antisemitismus

Autorin: Jeder vierte Deutsche ist antisemitisch. Wussten Sie das? Manchmal ohne zu wissen, was Juden überhaupt sind. Der Hass gegen Juden hat in Deutschland wieder stark zugenommen: Pöbeleien, Prügeleien, Schmierereien. Und leider auch immer häufiger Terroranschläge auf Synagogen.

 

O-Ton: Angefangen hat das im Grunde genommen jetzt wieder so vermehrt aufzutreten zum einen mit der AfD, die das salonfähig macht mit der Welle der Flüchtlinge, die gekommen sind – es sind ja eine ganze Reihe Flüchtlinge, die zu Hause, in der Schule gelernt haben, Juden muss man umbringen.

 

Autorin: sagt Ruth Schulhof-Walter von der Kölner Synagogengemeinde. Für sie steht fest: Das gesellschaftliche Klima in Deutschland ist rauer geworden.

 

O-Ton: Das vermehrt gegen alles, was nicht in Gänsefüßchen „ursprünglich deutsch“ ist, sehr viele Vorbehalte da sind und sehr viel Aggression da ist, wobei man sich darüber streiten kann, was ist ursprünglich „deutsch“.

 

Autorin: Viele der Juden, die in Deutschland leben, sind hier geboren, haben einen deutschen Pass, gehen arbeiten und zahlen Steuern. Der einzige Unterschied ist ihre Religion. Dennoch: Die Gefahr von rechts ist sehr viel bedrohlicher geworden:

 

O-Ton: Als in den 90 er Jahren diese „Braunen“ waren mit den Springerstiefeln und den Glatzköpfen – habe ich immer gesagt: Vor denen habe ich keine Angst, die sehe ich. Ich habe Angst vor den Antisemiten mit den weißen Kragen, die in hohen Positionen sitzen und das nimmt   - so wie ich das hier erlebe und ich arbeite in der Synagogengemeinde – nimmt das zu. Und ich fühle mich nicht mehr sicher.

 

Autorin: Das hat auch mit der Justiz zu tun. Immer wieder wird der Justiz von jüdischer Seite vorgeworfen, dass sie auf dem rechten Auge blind sei. So wie bei dem terroristischen Anschlag auf die Wuppertaler Synagoge, den junge Männer aus Palästina verübten. Das Urteil– es gab nur eine Bewährungsstrafe – war erstaunlich milde:

 

O-Ton: Der Richter hat festgestellt, das ist mehr so einen dummen Jungen Streich und es ging nicht gegen Juden, sondern es war gegen Israel. Das ist ein Mordversuch, das ist kein dummer Jungenstreich. Das heißt die Dimension dieser Tat hat der Richter nicht gesehen. Das sind die Dinge, die mir Angst machen. 

 

 

Autorin: Was sich Ruth Schulhof-Walter– deutsche Jüdin und studierte Juristin- wünscht:

 

O-Ton: Das alle, die hier etwas mit Verwaltung, Justiz, Regierung zu tun haben, endlich realisieren, wie groß das Ganze schon ist. Die reden sich alle immer noch ein, das sind nur ein paar versprenkelte Einzeltäter. Nein, das ist eine riesengroße Community, die richtig gut miteinander vernetzt sind.

 

Autorin: Es ist Zeit aufzuwachen und uns an die Seite unserer älteren Geschwister zu stellen, um sie zu schützen, unsere älteren Geschwister im Glauben. Im Namen des Juden Jesus Christus.

 

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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