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Kirche in WDR 5 | 25.02.2021 | 06:55 Uhr

Auf das HEUTE besinnen

Guten Morgen!

Manchmal bin ich unzufrieden. Der Alltag ist mühsam zur Zeit. Ich habe das Gefühl, ich schaffe zu wenig. Ich mache mir Sorgen, und es fehlt der Ausgleich zum Alltag.

Das macht mich müde, und ich bleibe dann manchmal auch hinter meinen eigenen Ansprüchen zurück. Und ich bin froh, über den Tag überhaupt das Allernötigste geschafft zu haben.

 

Jesus hat einmal gesagt: „Sorgt nicht für morgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigenen Probleme hat.“ (Die Bibel, Matthäus 6,34) Das spricht mir aus dem Herzen. Jesus weiß offensichtlich, dass der Alltag mühsam sein kann: Jeder Tag hat eben seine eigenen Probleme. Er sagt nicht: „Ist doch alles nicht so schlimm.“ Er sagt: „Sorge dich nur um das, was heute zu tun ist.“

 

Manchmal muss es reichen, den einen Tag zu überstehen. Und dann weitersehen. Ich erinnere mich an eine alte Geschichte: Als das Volk Israel vor 3.000 Jahren aus Ägypten in die Freiheit gezogen ist, wurde es auf dem Weg durch die Wüste unzufrieden. Die Menschen hatten Hunger.

 

Da schickte Gott Nahrung vom Himmel, Manna wurde sie genannt. Es heißt, das Manna war wie „weißer Koriandersamen und hatte einen Geschmack wie Semmel mit Honig“. Dieses Himmelsbrot gab es jedoch immer nur für einen Tag. Man konnte es nicht horten, denn dann wurde es schlecht. "Hamsterkäufe" nutzten nichts.

 

Vierzig Jahre lang ernährte sich das Volk Gottes davon, bis es das gelobte Land erreichte. Immer nur genug für einen Tag. Immer im Vertrauen, dass Gott auch morgen wieder für seine Leute sorgt.

 

Ein ähnliches Motiv findet sich im Vater Unser. Dort wird gebetet: "Unser tägliches Brot gib uns heute". Also nicht jeden Tag oder immer, sondern nur für heute. Auch in der Suchttherapie ist das ein wichtiger Ansatz. Dann sagt ein Alkoholiker zum Beispiel NICHT: “Ich werde nie mehr trinken." Sondern: "Ich werde heute nicht trinken". Kleine Schritte und morgen neu gucken.

 

Wenn Menschen also derzeit denken, dass ihnen die Dinge über den Kopf wachsen, dann kann diese Einstellung helfen: Nur das HEUTE schaffen. Und nur vom Morgen bis zum Abend gucken, was man hinbekommt. Und das muss manchmal reichen.

Zu anderen Zeiten hat man mehr Power, kann zum Mond fliegen und die Zukunft gestalten. An manchen Tagen geht das eben nicht. Dann gilt umso mehr, was Jesus auch sagt: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ (Die Bibel, Matthäus 6,26) Manchmal muss und darf genügen, was man vom Morgen bis zum Abend geschafft hat. Und dann kommt ein neuer Tag.

 

Dass Ihnen das an schwierigen Tagen gelingt, wünsche ich Ihnen!

 

Ihr Pfarrer Bernd Becker aus Bielefeld.

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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