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Kirche in WDR 3 | 02.05.2019 | 07:50 Uhr

500. Todestag von Leonardo da Vinci

 500. Todestag von Leonardo da Vinci 

Er war ein Meister der christlichen Kunst.

Das bislang teuerste Gemälde der Welt stammt von ihm und zeigt Christus als „Salvator Mundi“, „Retter der Welt“.

Noch berühmter ist vielleicht die Dame, der er ein unsterbliches Lächeln zauberte:

die Mona Lisa. Genau: Es geht um Leonardo da Vinci. Heute vor 500 Jahren starb er. Dieser Mann war ein Universalgenie. Und er war ambivalent. So groß seine Gabe auch war, das Christliche in der Kunst darzustellen, so sehr war ein Freigeist – mit unbändigem Wissensdrang. Geboren wird er am 15. April 1452 in Vinci, einem kleinen Ort in der Toskana.Es gibt eine Eigenschaft, die sich durch sein ganzes Leben hindurchziehen wird. Und sie zeigt sich bereits in seinen Kindheits- und Jugendjahren. Da Vinci liebt es, die Natur zu beobachten:

 Sprecher: „Mir ist wohl bewusst, dass ich kein Belesener bin, und dass es einigen Überheblichen rechtens erscheinen könnte, mich zu schelten (...) Wissen diese denn nicht, dass meine Dinge weniger aus dem Wort als nur aus der Erfahrung abzuhandeln sind, welche Lehrmeisterin derer war, die gut geschrieben haben.“[1]

Mit 16 Jahren wird Leonardo in der Werkstatt des Bildhauers und Malers Andrea del Verrocchio aufgenommen. Ab da beginnen sein unermüdliches Forschen und seine Karriere als Künstler. Stationen sind: Florenz, Mailand, der Vatikan und Paris. Stefan Klein hat eine Biografie über Leonardo da Vinci geschrieben und nennt ihn den ersten modernen Menschen.

„Selten hat ein Mensch so rastlos geforscht wie Leonardo da Vinci“, schreibt Stefan Klein und bezeichnet ihn als Wegbereiter der Wissenschaft.

So hat Leonardo revolutionäre Kriegs- und Fluggeräte entworfen, Schloss- und Parkanlagen geplant. Er hat Landschaften vermessen und meisterhaft dargestellt.In seinem Forscherdrang hat er auch Leichen seziert und anatomische Studien betrieben.Er stirbt in Frankreich am 2. Mai 1519 im Alter von 67 Jahren.Als Johann Wolfgang von Goethe 1788 durch Mailand gereist ist, hat er auch das Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie besucht. Denn dort ist im ehemaligen Speisesaal das legendäre Fresko „Das letzte Abendmahl“ von da Vinci zu sehen. Seine Bewunderung für das Wandbild hat Goethe in einem Brief zum Ausdruck gebracht: Sprecher: „Es ist in seiner Art ein einzig Bild und man kann nichts mit (ihm) vergleichen.“[2]

Bis heute wirft das Bild viele Fragen auf. Warum befindet sich kein Kelch auf dem Tisch und warum sind die Apostel in so heller Aufregung dargestellt?Geheime Botschaften werden in das Gemälde hineininterpretiert.Ich kenne das Fresko leider nur aus Abbildungen.Und doch verstehe ich die Bewunderung, die Goethe ins Wort gebracht hat.Jesus in der Mitte der Tafel wirkt absolut präsent und doch entrückt. Seinen Blick hat er gesenkt und scheint auf eine andere Wirklichkeit hinweisen zu wollen. Mich fasziniert das: Obwohl Da Vinci durchaus kritisch war gegenüber der Religion, hat er doch Gemälde geschaffen, aus denen eine so tiefe Gläubigkeit spricht. Vielleicht liegt es daran, dass er so gut war im Beobachten – ja vielleicht hat er an sich oder bei anderen jene Momente der Anschauung des Göttlichen beobachten können, die aus seinen Bildern sprechen.Nehmen Sie sich am 500. Todestag dieses Genies Zeit und machen Sie es wie er: beobachten Sie! Ich bin sicher, dass es Sie inspirieren wird.

Ihr Peter Krawczack aus Düsseldorf


[1] Zitiert nach: https://www.geschichtsforum.de/thema/leonardo-da-vinci.3207/

[2] Goethes Briefe Band II, hrsg. V. Karl Robert Mandelkow und Bodo Morawe, München 1976. Nachdruck der zweiten Auflage 2013, S. 93., zitiert nach: S. 93.

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