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Kirche in WDR 2 | 02.11.2019 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Es sollte ein schöner Abend werden. Sieben Freunde beim leckeren Essen und einem guten Glas Wein. Nette Gespräche über alles Mögliche, auch über die allgegenwärtigen Smartphones. Denn natürlich hat jeder der Sieben eins dabei.

"Man muss schon aufpassen mit den Dingern. Na ja, hier ist ja alles drin: GPS-Daten, wo wir sind, Fotos, Nachrichten, zig Passwörter. Ich mein, das ist quasi der Flugschreiber unseres Lebens. - Ja, das stimmt."

Das Who ist Who des deutschen Kinos spielt mit in dem Film “Das perfekte Geheimnis”: Elyas M’Barek z. B. und Karoline Herfurth, Florian David Fitz und Frederick Lau. Seit Donnerstag läuft die Beziehungskomödie im Kino.

Auf einmal die Idee, die Smartphones alle auf den Tisch zu legen. Eine Art Spiel. Die Anderen sollen ruhig mitbekommen, was da alles drauf ist und ankommt.

"Für die Dauer des Essens werden SMS und WhatsApp, egal was reinkommt, vorgelesen und alle Anrufe auf Lautsprecher gestellt. - Ist das irgendein therapeutisches Experiment? Wenn Du ne Affäre hast, dann will ichs nämlich gar nicht wissen."

Wie nicht anders zu erwarten, kommt einiges Unangenehme und Peinliche auf den Tisch. Und manche Beziehung ist dann doch nicht so toll, wie sie dargestellt wird.

"Sag mir die verdammte Wahrheit! - Wieso lügst Du mich an? - Du bist so verknallt in Mama, dass Du gar nicht merkst, was für ne dumme Kuh sie ist! Wollt Ihr alle ein Geheimnis wissen?"

Und natürlich gehts auch um sexuelle Abenteuer.

"Ich will Deinen Körper!? - Was? - Ich kenn die Nummer nicht! Ich hab die nicht gespeichert! - Geh ran bitte! - Hallo, wer ist da? - [Gestöhne] - Wer ist da, verdammte Scheiße?"

Und die angeblich besten Freunde erfahren, wie oberflächlich und scheinheilig jemand sein kann.

"Wenn ich mit nem Mädchen rumficke, dann lösch ich die SMS doch wenigstens. - Interessant! Seht Ihr das auch so? - Nein! - Nein! Auf keinen Fall."

Es ist schon sowas mit der Wahrheit und dem Verraten von Geheimnissen. Das kann ganz schön peinlich werden, wenn ich zugebe: Das Bild, das andere von mir haben, ist nicht die ganze Wahrheit. Es gibt auch die dunklen Seiten und die Abgründe in mir. Was sollen die Anderen denn von mir denken? Und wenn die es erfahren, haben sie was gegen mich in der Hand.

"Na dann, lassen wir die Hosen runter!"

Eigentlich wärs zwar ganz schön, wenn Menschen ohne solche Befürchtungen miteinander umgehen könnten und auch ihre Schwächen und Fehler zugeben könnten. Aber so funktioniert das meistens nicht. Leider Gottes.

Apropos Gott: Ich bin Priester. Und heute Nachmittag werde ich wieder im Beichtstuhl sitzen und vermutlich wieder Einiges an Abgründen hören, an Fehlern und Sünden. Viele suchen immer noch das Beichtgespräch, um sich die Seele vom Leib zu reden – so sagt man das ja. Wer das macht, kann sich sicher sein, dass ich das alles niemandem verrate. Das Beichtgeheimnis der Priester ist heilig. Denn wer beichtet, sagt das alles nicht nur mir, sondern Gott. Und der ist groß im Verstehen und im Verzeihen.

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