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Sonntagskirche | 23.06.2019 | 08:55 Uhr

Was für ein Vertrauen

Guten Morgen.

Es ist 1995. Mein erster Kirchentag.

Ich bin 15 Jahre alt. Susi auch. Wir sind zusammen mit einer Jugendgruppe da.

Wir sind in Hamburg.

Susi und ich. Und viele Menschen mehr.

Die ganze Stadt ist voller Menschen.

„Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist.“ Das ist damals das Motto des Kirchentages.

Wir pilgern durch die Stadt, entdecken die Alster, den Hafen und viele Kirchen.

Das Gewusel in der Stadt ist friedlich. In den U-Bahnen wird gesungen. Wir lieben die Zeit auf dem Messegelände. Dort gibt es einen Markt der Möglichkeiten. Es ist unser Ort. Allein wegen des Namens. Der Markt, der Möglichkeiten bietet. Toll. Und dort gibt es eine Ruhezone. Auch die lieben wir. Wir liegen auf dem Teppich und ruhen uns aus. Um uns herum sehe ich unzählige Menschen aus vielen Ländern der Erde - friedliches Gewusel.

Der Kirchentag 1995 in Hamburg bleibt für mich eine meiner schönsten Jugenderinnerungen. Er ist für mich Symbol für Aufbruch und Gemeinschaft. Kirche, in die ich hineingewachsen bin.

Beim Abschlussgottesdienst damals hat es in Strömen geregnet. Wir haben gesungen und getanzt und wir fühlten uns frei. Wir haben Brot und Saft geteilt. Es war ein Fest.

Die Freiheit kam durch fröhliche Menschen, einen respektvollen Umgang, gute Musik und die Gemeinschaft mit anderen, die wir gar nicht kannten. Die im gleichen Glauben und Geist hier zusammenkamen. Wir steckten im Abenteuer und waren doch geborgen. Wir vertrauten der Welt. Einfach so. In Hamburg auf dem Kirchentag. Wir vertrauten der Welt und alles lag vor uns.

Dieses Jahr findet der Kirchentag in Dortmund statt. „Was für ein Vertrauen“ ist sein Motto und man sieht es auf grünen Plakaten, Tüchern und Accessoires.

Heute wird der Abschlussgottesdienst gefeiert. Gottesdienst im Heimstadion des BVB. Was für ein Fest!

Die gelbe Stadt wird durch die grünen Vertrauenstupfer ergänzt. Grüne Bänder und Luftballons als Zeichen der Hoffnung.

Das Vertrauen in die Welt wird auch heute auf Kirchentagen noch sichtbar und spürbar. Es ist ein Vertrauen, das mich zum Handeln befähigt. Das Vertrauen weist über diese Welt hinaus. Es eröffnet Möglichkeiten, die uns zusammenbringen. Zum Singen und Tanzen im Regen. Zum Teilen an einem Tisch. Zum Ausruhen inmitten von Gewusel. Ein Vertrauen, das Gemeinschaft möglich macht, obwohl wir uns gar nicht kennen. Kirchentage sind Zeichen des Friedens in dieser Welt. Sie schaffen Verbindungen in den Städten, in den Fußballstadien, in den U-Bahnen. Verbindungen und Erlebnisse, die lange Zeit im Alltag weitertragen.

Ich wünsche Ihnen Vertrauen! 

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