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Kirche in WDR 2 | 21.10.2020 | 05:55 Uhr

Beethoven und Gott

Joachim Gerhardt: „Freude schöner Götterfunken“ heißt es dieses Jahr. Wer kennt sie nicht – die 9. Sinfonie. Der große Ludwig van Beethoven wurde vor 250 Jahren geboren. Beethoven war kein Kirchenmusiker, so wie Bach. Und doch, Ludwig van Beethoven war ein religiöser Mensch.

 

O-Ton: (Beikircher 3/0:24) Er hat seine Mama sehr geliebt und war zeitlebens dankbar dafür, dass es ihm vergönnt war, sie beim Sterben in den Tod begleiten zu können. Ich denke, das war auch ein intensives, religiöses Erlebnis für ihn. Ich glaube, Gott gefunden, wenn man so direkt fragt, hat er da, und wo er das Heiligenstädter Testament geschrieben hat.

 

Autor: sagt Konrad Beikircher, der Kabarettist und Beethoven-Experte. Das Heiligenstädter Testament schreibt Beethoven in einer seiner großen Lebenskrisen, als er spürt, dass er taub wird und den Kontakt zu den Menschen verliert. Er spielte sogar mit dem Gedanken,

 

O-Ton: (Beikircher 3/1:11) dass er am liebsten eigentlich seinem Leben ein Ende bereiten möchte. Aber: „Ich gehöre der Kunst, ich gehöre nicht mir selbst!“ Das sind schon Sätze, glaube ich, die ohne Gott gefunden zu haben, jemand so nicht schreiben kann.

 

Autor:  Der Glauben wird zum Lebensmittel. Für Beethoven sogar zum Überlebensmittel, kann man fast sagen. Beethoven macht die Erfahrung, dass einen der Glaube an Gott nicht über die dunklen Täler des Lebens hinwegträgt, aber hindurch.

 

O-Ton: Konrad Beikircher (Beikircher 3/2:46): Er hat ja wirklich selbst wie er schon taub war, hat er mit die größten Dinge komponiert: das letzte Streich-Quartett, Klaviersonate, die Neunte, und und und; er hat aus dieser Arbeit auch die Kraft für´s Jenseits geschöpft. (…)Weil er war dann ganz gottgefällig im Sterben, ganz ergeben. (Beikircher 2/3:42): Und dann natürlich die umfassende Liebe …

 

Autor: „Freude, schöner Götterfunken: Alle Menschen werden Brüder!“ Beethovens 9. Symphonie lässt die Götterfunken geradezu strahlen. Beethoven hat den Text von Friedrich Schiller schon zu Bonner Zeiten geliebt. Er sprengt alle Grenzen von Konfessionen und Religionen. Er sprach Beethoven aus dem Herzen:

 

O-Ton: (Beikircher 2/3:43) Also, er war – wie soll man sagen – ein aufgeklärter Christ, den die Niederungen der Geistlichkeit (…) nicht wirklich interessiert haben. Er hat darüber hinaus gedacht und war damit (…) eigentlich auch in religiöser Hinsicht ein leuchtendes Beispiel, finde ich, dafür, was es bedeuten kann oder muss, Christ zu sein. (…) Da ist mir Beethoven tatsächlich auch ein Vorbild: Der war nicht kleingeistig und nie kleinlich, schon gar nicht im Religiösen!

 

Autor: evangelisch, katholisch – für Beethoven spielt das keine Rolle. Entscheidend ist die innere Haltung und dass Gott möchte, dass die Menschen trotz aller Krisen zusammenbleiben und zusammenhalten. Nächstenliebe sind die schönsten Götterfunken!

 

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

 

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