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Kirche in WDR 3 | 06.04.2019 | 07:50 Uhr

Singen

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Guten Morgen!

Heute vor 45 Jahren begann ein Lied seinen Siegeszug durch Europa: „Waterloo“.

Am 6 April 1974 gewann die schwedische Popgruppe ABBA mit diesem Ohrwurm den Grand Prix Eurovision de la Chanson.

Die vier Schweden heimsten sich den Sieg in diesem Europäischen Schlagerwettbewerb mit einem Liedtitel ein, der für eine  Entscheidungsschlacht der europäischen Geschichte steht: „Waterloo“: sieg der Briten, Niederlage der Franzosen.

Wobei: im Grunde geht es in diesem Lied nicht um große Politik, sondern um das grandiose Scheitern einer Liebesbeziehung – ein Schlagertitel eben.

Aber: Waterloo war der Beginn von ABBA’s unfassbar erfolgreicher Karriere. Und bis heute summen und singen viele Menschen mit, wenn sie nur den ersten Takt des Liedes hören.

Was Melodien und Liedtexte angeht, gibt es in der Musikwelt viele Geschmäcker, und auch ABBA war und ist nicht jedermanns Sache.

Aber es gibt wohl kaum einen Menschen ohne Lieder und Melodien, die ihm gefallen, ihn vielleicht begeistern.

Lieder können darüber hinaus auch Menschen verbinden und ebenso können Lieder Andersdenkende ausgrenzen, Lieder haben Menschen in den Krieg begleitet, oder waren identitätsstiftend in der Friedensbewegung.

Lieder können von der Liebe singen, die Welt erklären, oder das Scheitern an ihr und in ihr zum Ausdruck bringen. Lieder wecken schöne Gefühle, geben Heimat, überbrücken Distanzen über hunderte Kilometer hinweg und können umgekehrt aber auch erschüttern und befremden.

Die Bibel kennt viele Lieder – auch wenn man heute die Melodien nicht kennt, sondern nur die Texte. Und die Bibel hat Hinweise, wie mit Musik umzugehen ist. Dem gläubigen Menschen wird in ihr zugerufen: „Singt dem Herrn und spielt ihm, sinnt nach über all seine Wunder!“ (1. Chronik 16,9f)

Und dem alten Kirchenvater Augustinus wir der Satz zugeschrieben, den auch später der Reformator Martin Luther in den Mund genommen haben soll: „Wer singt, der betet doppelt!“

Lieder, Texte und Melodien sind eine unüberbietbare Ausdrucksform, die den Menschen zu tiefst bewegen können, vielleicht mehr als ein reines Wort, ein Bild oder eine Inszenierung.

Lieder bringen Saiten im Menschen zum Klingen, die zu Tränen rühren können, ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern, oder auch zum Tanz drängen.

Mit meinem persönlichen Geschmack, bin ich sicher kein Trendsetter! Aber ich fühle mich wohl mit dem kräftigen Chor aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, getragen von Trompeten, Geigen und Pauken: „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage, rühmet, rühmet, was heute der Höchste getan!“ Da kriege ich eine Gänsehaut.

Ich kann mich loslassen mit dem Titel von Reinhard Mey: „Welch ein Geschenk ist ein Lied.“

Und schließlich der Song der Gruppe Pentatonix mit dem Titel „Sing“, ist für mich eine Aufforderung besonders in schweren Tagen zu handeln. Da heißt es im Refrain in der deutschen Übersetzung etwa so:

„Sing! So laut wie du kannst! (…) Lass dich nicht von ihnen unterkriegen! (...) Geh und mach die Fenster auf! Sing es mit deinen Händen zum Himmel!“[1]

Für mich hört sich so Engagement an. Ja es stimmt: das richtige Lied kann einem den Tag retten!

Eines verbindet aber all jene, die sich dort niederlassen können wo gesungen und musiziert wird: Das ist der Dank: „Thank you for the Music“, ein Titel auch wieder von Abba.

Solch ein Dank ist auch ein guter Start in das Wochenende, für Sie mit ihrem ganz eigenen Lied auf den Lippen.

Ihr Christoph Stender, Pfarrer aus Aachen.


https://www.songtexte.com/uebersetzung/pentatonix/sing-deutsch-63d66a63.html

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