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Kirche in WDR 5 | 03.02.2020 | 06:55 Uhr

Blasius und meine Mandeln


Gestern waren unsere Kirchen hier in Gütersloh mal wieder voller als an den anderen Sonntagen.

Und das hat etwas mit einem besonderen Segen zu tun, der da ausgeteilt wurde: der Blasius-Segen.

Die katholische Kirche feiert heute den Gedenktag des Heiligen Blasius. In Gütersloh, wo ich als Gemeindereferentin arbeite, spenden wir den Blasius-Segen meist am nächstgelegenen Sonntag. Ich denke, das ist vielerorts so. Und ich denke, auch da werden die Kirchen meist etwas voller sein als sonst.

Warum?

Auch ich hole mir den Blasius-Segen. Und das tue ich nicht, weil das mein Job ist – sondern, weil auch mir dieser besondere Segen wichtig ist.

Der Heilige Blasius ist einer der sognannten 14 Nothelfer. Und vielleicht ist er unter denen der Bekannteste - als der Schutzpatron für Halskrankheiten.

Und mit Halskrankheiten, das muss ich sagen, immer wieder zu kämpfen. Meine Mandeln sind nicht die Besten und so hole ich mir eigentlich jedes Jahr mindestens einmal eine dicke Erkältung. Und ich hole mir den Blasius-Segen.

Da sagt dann derjenige, oder diejenige, die mich segnet: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist."

Aber was soll ich sagen? Zwar wäre es toll, wenn dieser Segen wirklich vor Erkältungen schützen würde. Aber, soviel kann ich Ihnen verraten, bei mir hat es bisher noch nicht geklappt. Trotzdem: Jedes Jahr lasse ich mich segnen. Und ich denke, so geht es den meisten, die sich gestern bei uns in den Kirchen den Segen geholt haben. Sie wissen, dass das kein Zauberspruch ist. Keine spirituellen Globuli fürs Immunsystem.

Was mich persönlich an dem Segen berührt ist, dass dieser Segen berührend ist – im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn während mir zwei Kerzen vors Gesicht gehalten werden und diese uralten Segensworte zugesagt werden, berührt mich der Segnende. Und das tut mir gut. Vielleicht nicht meinem Immunsystem, aber meiner Seele.

Der Segen ist ein Zeichen der Nähe Gottes zu den Menschen. So wie der Mensch aus Leib und Seele besteht, so besteht auch der Segen aus zwei wichtigen Elementen: dem berührenden Zeichen und dem zugesprochenen Wort.

Segnen heißt übersetzt: gutes Zusprechen. Bene dicere auf Latein. So einen Zuspruch, den kann ich gut gebrauchen, gerade bei meinen Mandeln. Was diesen Zuspruch stärkt ist vor allem mein Gottvertrauen. Und ganz ehrlich: das habe ich schon so oft in meinem Leben erfahren, dass mein Gottvertrauen mich getragen hat, wo das Leben mir einen ordentlichen Schnupfen verpasst hat – also im übertragenen Sinne.

Und daher: Ob Sie es glauben oder nicht: Durch den Blasius-Segen fühle ich mich kraftvoll. Mein Körper kann immer noch krank werden, Husten und Schnupfen bekommen. Aber, meine Seele wird gestärkt durch Gottes Beistand. Immer wieder aufs Neue. Jahr für Jahr.
Und so wünsche ich Ihnen an diesem Morgen für Ihren Leib und Ihre Seele viel Gesundheit und Gottes Segen.

Ihre Marie-Simone Scholz aus Oerlinghausen.


https://www.katholisch.de/artikel/57-heiliger-gegen-halskrankheiten

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