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Hörmal | 07.04.2019 | 07:45 Uhr

Welt-Gesundheits-Solidarität


Welt-Gesundheits-Solidarität

Ich gestehe, das ist einer der Gründe, warum ich gerne katholisch bin – immer noch und trotz allem: Es ist dieses Hilfswerk, das mir schon ein paarmal über den Weg gelaufen ist. Ich erinnere mich, wie ich das Logo einmal mitten im Busch von Tansania neben der Eingangstür fand: „Dieses Krankenhaus wurde gebaut mit Spenden von MISEREOR“. Stand da auf Deutsch. Bei der einzigen Geburtsstation weit und breit. Ich war bestimmt nicht der erste Deutsche, der das gesehen hat. Aber als ich das da vor Ort gesehen habe, ganz überraschend, da war ich schon ein bisschen stolz – dass auch ich dafür spende.

Ich könnte jetzt die Namen von dutzenden anderen Hilfswerken nennen, die zur Kirche gehören, katholisch wie evangelisch. Was ich dabei eigentlich so gut finde ist: die großen Kirchen bilden ein weltweites Netzwerk der Solidarität. Und da kann man wirklich sagen: weltweit. Und da geht es nicht nur um was Frommes wie „Wir sind im Gebet verbunden“. Nein, da geht es um handfeste Hilfe für die, die es nötig haben. Dafür steht für mich ganz persönlich Misereor. Deren Hilfe heißt auch nicht, dass da irgendwo ein schönes Pfarrhaus gebaut wird, sondern, vor allem: Krankenhäuser, aber auch Brunnen und Schulen.

Ja, die Christen haben sich schon immer um die Kranken gekümmert – und nicht nur um schicke Kirchen. Das ist keine Erfindung der Neuzeit und vor allem kein schmieriger Missionierungstrick. Schon zu der Zeit, als die frühen Christen im alten Rom verfolgt wurden, hat sich die Hautevolee von Rom gewundert, dass die Christen sich um Menschen kümmern, mit denen sie eigentlich nichts am Hut haben müssten. Wo Klöster gebaut wurden, entstand meist in der Nähe auch ein Krankenhaus. Kirche und Caritas – gehören eben eng zusammen. Die erste Babyklappe zum Beispiel ist keine Erfindung des 20. Jahrhunderts; die wurde 1198 in Rom eingerichtet, im Hospital zum Heiligen Geist, ein Steinwurf weg vom Petersdom. Krankenstationen wurden dort gebaut, wo es Christen gab. Selbst in den entlegensten Winkeln der Erde.

Und warum spreche ich heute darüber? Weil heute der Weltgesundheitstag ist. Und da geht es in diesem Jahr um das Thema flächendeckende Gesundheitsversorgung. Es geht genau um einen kleinen Ort wie im Busch von Tansania, wo ich das Krankenhaus gesehen habe: Anlaufstätte für kranke Menschen, die sonst keine Hilfe zu erwarten haben.

Leider hat die halbe Menschheit immer noch keinen Zugang zu einer zuverlässigen Krankenversorgung. Das sagt die Weltgesundheitsorganisation. Und daher ist es wichtig, dass wir hier im reichen Norden mit dafür sorgen, dass manche Regionen der Welt nicht weiter abgehängt werden. Wie gesagt, das ist eine Frage von globaler Solidarität.

Aber - und das hat mich stutzig gemacht: die Weltgesundheitsorganisation thematisiert auf ihrer Homepage zum heutigen Aktionstag nicht nur die Gesundheitslage in den Entwicklungsländern. Sie spricht auch den ländlichen Raum in Deutschland an. Denn mittlerweile ist die Versorgung von Kranken jenseits der Großstädte längst nicht mehr so sicher wie noch vor ein paar Jahren. Wer wird denn heute noch Landarzt? Wer geht überhaupt in einen Pflegeberuf? Gibt es noch Nachbarschaftshilfe?

Wie gesagt: schon die alten Römer haben sich gewundert, dass die Christen sich um Menschen gekümmert haben, mit denen sie eigentlich nichts am Hut haben müssten Und ich meine: Bis heute steht es uns Christen gut an, mehr Solidarität zu üben. Und das reicht von der Sorge um den kranken Nachbarn bis hin zum Bau von Krankenhäusern in Tansania.

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