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Kirche in WDR 2 | 02.07.2019 | 05:55 Uhr

Diakonisse reloaded

Autorin: Sie ist blond, sie strahlt. Sie ist Gemeindeschwester. Ein bezahlter Nebenjob, den es erst seit kurzer Zeit in der Gemeinde in Schwerte-Ergste gibt. Nach ihrer Arbeit als Industriekauffrau am Vormittag, ist Julia Ducke nachmittags in ihrer Gemeinde unterwegs. Fährt in Krankenhäuser, Pflegeheime und besucht dort Gemeindemitglieder.

O-Ton: Gemeindeschwestern haben eine lange Tradition. Alte Menschen werden sich vielleicht noch an die alten Gemeindeschwestern erinnern, die wirklich mit Tracht und mit Häubchen in ihren Stadtteilen unterwegs waren.

Autorin: Sie waren Diakonissen, also gut ausgebildete Frauen in der Altenpflege, Krankenschwestern und Erzieherinnen, die sich um die Gemeindemitglieder sorgten. 

O-Ton: Jetzt gibt es neue Gemeindeschwestern. Frauen, die verschiedene Berufe haben, aber an die Arbeit der alten Gemeindeschwestern anknüpfen, in dem sie für Menschen da sind und Menschen in ihren Lebensbereichen versuchen wollen zu begleiten.

Autorin: Gute Idee, aber nicht alle wollen den Kontakt. Auch wenn sie noch zur Kirchengemeinde gehören, musste Julia Ducke feststellen. 

O-Ton: Ich komme natürlich in bester Absicht, aber es können natürlich auch Menschen sagen, dass sie das nicht möchten, dann gehe ich auch wieder. 

Autorin: Aber es gibt auch einige, die sich freuen, dass jemand von der Gemeinde mal vorbeischaut und bewusst den Kontakt sucht – als Mittlerin zwischen Pfarrerin und Gemeinde.

O-Ton: Also, da sind schon viele, die gar nicht mehr mit der Kirchengemeinde in Verbindung stehen. Manche sind sehr erstaunt, wenn sie mich dann kennenlernen, haben davon auch noch nichts gehört, (...) und viele sind dann meistens überrascht oder skeptisch, aber manchmal gelingt es dann auch über das Gespräch durchaus in Kontakt zu kommen. 

Autorin: Und das ihr Ziel: Kontakte knüpfen, mit Menschen sprechen - über das Leben, über Gott und den Glauben. Um ihre Arbeit als Gemeindeschwester professionell ausführen zu können, steht eine Gemeinschaft stärkend hinter ihr - die Schwesternschaft im Mutterhaus des Diakoniewerks Ruhr in Witten. Derzeit sind dort 16 Frauen in der Ausbildung. Am Ende der diakonisch-theologischen Weiterbildung steht häufig der Wunsch nach einer Einsegnung. So auch bei Julia Ducke. In den Jahren sind zwei Dinge für sie immer wichtiger geworden: die Gemeinschaft mit den anderen Schwestern und ihr lebendiger Glaube.

O-Ton: „Ich beginne morgens immer mit einem Gebet, mit einer kleinen Andacht meinen Tag und das gibt mir sehr viel Kraft und Struktur diese Arbeit auch zu tun.“

Sprecherin: Sabine Steinwender-Schnitzius

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