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Kirche in WDR 2 | 26.08.2020 | 05:55 Uhr

Die Kunst des Briefeschreibens

Autor: Titus Müller ist ein erfolgreicher Autor. Er schreibt vor allem historische Romane. Sein Talent zum Schreiben hat sein Brieffreund entdeckt.

 

O-Ton: Titus, deine Briefe sind was Besonderes. Du hast Talent zum Schreiben. Kannst du da vielleicht was draus machen Und ich bin Autor geworden. Ich lebe jetzt seit fast zwanzig Jahren vom Schreiben. Und den Mut hat mir George gegeben. In seinem Brief.

 

Autor: Da hat der Brieffreund wirklich den richtigen Riecher bewiesen, denn Titus Müllers Romane wurden ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem Sir Walter Scott Preis und mit dem C.S. Lewis-Preis. Eine schöne Anerkennung. Was ihn als Autor am Schreiben wirklich fasziniert:

 

O-Ton: Das Worte für uns real werden. Wir schreiben ´Wasserfall´ und wer das Wort liest hörts Rauschen und fühlt den feinen Sprühnebel auf dem Gesicht; solche Macht haben Worte. Kein Wunder das Diktaturen ziemlich schnell mit Briefzensur und Buchzensur daherkommen.

 

Autor: Und dieses ´Worte real werden lassen´ funktioniert auch beim Briefe schreiben zum Beispiel. Da hat Titus Müller jetzt ein paar hilfreiche Tipps parat, damit ein Brief zu einer persönlichen Begegnung werden kann.

 

O-Ton: Also, toll ist es, wenn ein Brief den Augenblick feiert. Wenn er einen Lebensmoment leuchten lässt. Das hilft einem auch selbst beim Schreiben, wieder wahrzunehmen, dass es eigentlich keinen Alltag gibt, sondern das überall, hinter der abgenutzten Fassade etwas Besonderes zu finden ist. Hauptsache, man wird konkret und kommt über dieses ´Mir geht’s gut. Wie geht’s dir?´ hinaus und gibt was von sich preis.

 

Autor: Gemeinsam mit der Designerin Gaby Trombello macht Titus Müller in seinem neuen Buch ´Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens´ wieder richtig Lust aufs Briefe schreiben und beleuchtet historische Briefwechsel von bekannten Persönlichkeiten.

 

O-Ton: Wie zum Beispiel Robert Schumann und seine Clara sich heimlich geschrieben haben. So zartfühlende Briefe. Claras Vater war gegen diese Verbindung und man weiß dass die sich diese Briefe heimlich zugesteckt haben. Was das dann für die bedeutet hat! Oder Consuelo Carillo, die an ihren Mann Antoine de Saint-Exupéry geschrieben hat, den Autor des kleinen Prinzen. Der war im Krieg und ihre Briefe sind so zärtlich und so sehnsuchtsvoll.

 

Autor: Titus Müller schreibt in seinem Buch: Echte Briefe sind heutzutage selten geworden. Umso mehr werden sie geschätzt. Sie geben uns das Gefühl, für jemanden wichtig zu sein. Ein Brief macht den Tag schöner- also. wie wär´s?

 

 

Quelle: Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibend, von Titus Müller und Gaby Trombello-Wirkus, erschienen im adeo-Verlag, ISBN 978-386334-272-2

 

 Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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