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Kirche in WDR 4 | 22.02. 2019 | 08:55 Uhr

Drink doch ene met

Hier im Rheinland steuert jetzt alles auf den Straßenkarneval zu. Und selbst wenn Sie zu denen gehören, die regelmäßig davor fliehen. Dieses Lied kennen Sie bestimmt: Drink doch ene mit. Das ist das Kult-Lied der Black Föös und gehört seit 1971 zum Kölner Karneval.

Die Story ist ganz einfach: Ein alter Herr hat kein Geld für ein Bier, ein anderer spendiert ihm eins.

In der Wirtschaff is die Stimmung jrus,

äver keiner sück der ahle Mann, doch do kütt ene mit enem Bier,

und sprisch en enfach an.

Jetzt kommt im Refrain, was die kölsche Seele erwärmt:

Drink doch ene met,

stell dich nit esu ann,

du stehs he die janze Zick erüm.

Hässt du och kei Jeld,

dat is janz ejal,

drink doch met un kümmer dich nit dröm.

Spannend wird es, wenn wir nun auf die Geschichte des Liedes schauen. Denn eigentlich war das kein Trinklied. Bevor die kölsche Kultgruppe sich Black Föös nannte, hieß sie Stowaways, davor in den sechziger Jahren Sandwich. Die Band Sandwich hat ein Kinderlied gesunqen. Das ging so:

Ein Junge steht am Schulhof vor der Tür. Er ist klein und hat ein hässliches Gesicht. Die Anderen lachen über ihn, egal, was er spricht. Ein Mädchen läuft an ihm vorbei. Und ein Lehrer schaut ihn an. Er wünscht sich, dass jemand zu ihm kommt und einfach fragt: Mach doch einfach mit, stell dich nicht so an. Du stehst sonst die ganze Zeit nur rum. Wenn die anderen lachen, nimm es nicht so schwer. Mach doch mit und kümmer dich nicht drum.

Unverkennbar: die gleiche Melodie! Das ist die Geschichte hinter „Drink doch ene met“. Das Kneipen-Karnevalslied war ursprünglich ein Lied gegen Mobbing. Damals hätte man eher von Hänseln gesprochen. Heute weiß jedes Kind, was Mobbing ist. Für Kinder ist es das Schlimmste, was ihnen passieren kann: Hau ab, Du stinkst, Du spielst nicht mit. Für uns Erwachsene gilt das ja auch! Und egal ob beim Trink-Lied oder beim Antimobbing-Vorgänger: es geht darum, dass keiner ausgeschlossen ist.

Karneval ist im Kern das Versprechen: Jede und jeder gehört dazu und ist willkommen. Ob arm, oder reich, ob dick oder dünn. Dafür verkleiden wir uns ja auch: ob Indianer, Prinzessin, Seebär oder Meerjungfrau: Alle sind willkommen.

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