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Kirche in WDR 2 | 01.07.2020 | 05:55 Uhr

Eifel statt Sardinien

Sommerferien! Die Nachbarn haben im Garten einen Pool aufgebaut. Ein riesen Ding, war gar nicht teuer, die Kinder haben schon seit Wochen ihren Spaß. „Fahrt Ihr gar nicht weg dieses Jahr?“ frage ich. „Nö, mal gucken, vielleicht im Herbst.“ Sie nehmen es gelassen. „Man wird ja plötzlich dankbar für das, was man hat,“ sagt unsere Nachbarin. Dankbar sein und gucken, was geht – finde ich eine gute Haltung.

Eine frühere Kollegin besucht jetzt eine Freundin in Hamburg, eine in Berlin und eine in Freiburg. Sie hofft auf Züge, die nur locker besetzt sind und freut sich schon sehr auf ihre Städtetour. Ihre Devise: Einfach mal was machen mit dem, was da ist.

Sommer, Sonne, Sardinien. Das wär’s gewesen für 450 Jugendliche aus Köln. Seit Jahren ist das Camp der Evangelischen Jugend ausgebucht. Klar, corona-bedingt ist es längst abgesagt, so wie viele andere Ferienfreizeiten auch. Jetzt geht es in die Eifel. Zugegeben, das ist nicht Italien, doch alle sind begeistert. Zelte, Liegestühle, Lichterketten, alles muss neu besorgt werden. Ein Spendenkonto ist eingerichtet, ein Hygieneplan entwickelt, die Eltern informiert. Jetzt können dreimal 150 Jugendliche für je 14 Tage im Camp Urlaub machen. Tagsüber in 10er Gruppen unterwegs sein, abends am Lagerfeuer sitzen, das wird bestimmt toll.

Improvisieren, ein bisschen Vertrauen haben – und dann erleben, dass es am Ende doch gut geht: Unvergessen, wie Jesus und seine Freunde mal den ganzen Tag unterwegs sind. Viele schließen sich an, wollen mal selber hören, was dieser Jesus zu sagen hat. Abends werden die Jünger allmählich unruhig. Da sind auch viele arme Leute dabei. So haben sie sich den Abend nicht vorgestellt. „Schick sie doch nach Hause!“ sagen sie. „Wir haben niemals genug zu essen für alle.“ Einer sieht nach: Fünf Brote und zwei Fische, das ist alles. Jesus sagt: „Wartet mal ab. Die Leute sollen sich in Gruppen zusammensetzen. Und dann teilt einfach, was wir haben.“ Es wird ein richtig toller Abend. Und am Ende ist sogar noch viel übrig. Als „Speisung der 5000“ ist die Geschichte bekannt geworden.

Dankbar sein und gucken, was geht. Der Pool im Garten, der Besuch bei alten Freundinnen und Freunden, das Ferienlager in der Eifel. Bestimmt wird das anders als erwartet. Aber wahrscheinlich bleibt sogar noch etwas übrig. Erfahrungen aus dem Sommer 2020, von denen wir noch eine ganze Weile zehren.




Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius



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