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katholisch

Kirche in WDR 4 | 14.04.2020 | 08:55 Uhr

Osterlachen


Heute ist Dienstag und Ostern ist leider auch schon wieder vorbei. Tja.

Gestern noch Ostern - heute ist schon der Internationale „Momente-des-Lachens-Tag.“ Wirklich wahr. Wobei: in diesem Tagen fällt einem das Lachen ja schwer. Die Menschen sind angesichts der Lage eher unsicher, sorgenvoll und bang. Und auch man selber denkt ja: Lieber Gott, hoffentlich ist der Corona- Alptraum bald vorbei.

Andererseits: Die miese Stimmung und die Sorgen wegzulachen ist vielleicht gar keine so schlechte Idee. Wenigstens einen kleinen Moment lang.

Auch als ich ein Kind war waren Lachmomente total wichtig. Zum Beispiel: Freitags haben meine Brüder und ich vor dem Abendessen immer im Fernsehen auf Dick und Doof gewartet. Und ich speziell auf einen bestimmten Sketch: Der Klaviertransport.

Stan und Ollie arbeiten als Spediteure und sollen ein Klavier ausliefern. Problem: Zwischen Straße und Haus ist ein Weg mit 100 Stufen. Tja. Mist. So bleibt den beiden nichts anderes übrig: Sie wuchten das Klavier die Stufen hinauf. Aber immer kommt was dazwischen. Entweder stolpert einer der beiden, oder es kommt jemand von oben entgegen, ein Missgeschick ist skurriler als das andere, wie auch immer: Irgendwann poltert und rummst das Klavier zurück auf die Straße. Zum Schreien! Aber: wie Sysiphos aus der griechischen Sage fangen sie immer wieder von vorne an. Nach vielen Anläufen, unter anderem einem gemeinsamen Bad mit Klavier in einem Swimmingpool, steht das gute Stück schlussendlich doch im Salon des vermeintlich stolzen Pianisten. Doch was macht der? Er greift zur Axt und hackt das Instrument in Stücke. „Ich hasse Klaviere!“ schreit er. Tja, das war seiner Gattin, die ihm das Klavier gekauft hat wohl gar nicht bewusst. Hm. Der Klaviertransport – für mich jedenfalls immer noch einer der lustigsten Filme aller Zeiten, ganz ehrlich. Und wenn ich so richtig mies drauf bin – dann schau ich mir den auf youtube an. Und lache mich immer noch kaputt. Und schon geht es mir besser.

Das also ist einer meiner Momente des Lachens. Natürlich gibt es noch mehr. Wenn unser Hund mit seiner Handtasche im Maul und nem Brötchen drin schwanzwedelnd die Straße raufrennt. Wenn der Fischverkäufer auf dem Wochenmarkt wieder seine Kunden liebevoll veräppelt. Wenn Ekki Pieper und die Köbes Underground Band das Lied „Wegen dem Brauchtum sollst du das auch tun!“ singen.

Früher haben sogar auch die Priester am Ende vom Ostergottesdienst für Momente des Lachens gesorgt. Sie haben Witze erzählt. Durchaus auch derbe. Manche sollen auch auf der Kanzel Handstände gemacht oder wirres Zeug geredet haben. Jedenfalls haben sie allen möglichen Quatsch gemacht, um die Menschen in der Kirche zum Lachen zu bringen. Warum? Selbst der Tod hat Ostern seine Macht verloren und ist nur noch klein mit Hut. Wenn das kein Grund zu Unsinn und Übermut ist.

Ich bin sicher: Auch Sie haben heute Ihren Lachmoment. Sie müssen dafür ja kein Klavier in einen Pool werfen. Etwas anderes wird passieren, heute, am Dienstag nach Ostern. Am internationalen „Momente des Lachens-Tag“. Der Tag hat ja gerade mal angefangen.
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