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Kirche in WDR 2 | 21.02.2020 | 05:55 Uhr

Et Hätz schleiht im Veedel

Et Hätz schleiht im Veedel, so heißt das Motto des Rosenmontagszuges nächste Woche hier in Köln. Das Herz schlägt im Viertel. Damit soll deutlich werden, dass nicht allein und zuerst der große Karnevalszug am Montag der Mittelpunkt im Karneval ist. Schon einen Tag vorher, am Sonntag gibt es den Schul- und Veedelszug in der Innenstadt. Jedes Jahr wollen mehr Gruppen aus Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden mitgehen, als überhaupt zeitlich möglich ist. Die beiden originellsten Gruppen werden prämiert und dürfen dann am Tag darauf beim Rosenmontagszug mitgehen. Auch gibt es in allen Stadtteilen noch eigene Karnevalszüge, samstags, dienstags oder auch parallel zu dem Schul- und Veedelszug am Sonntag, so auch in unserem Veedel.

Der neue Leiter des Rosenmontagszuges, Holger Kirsch, hat sich mit seinem Team etwas Besonderes ausgedacht, passend zum Motto "Et Hätz schleiht im Veedel.". Aus jedem der 86 Veedel in Köln darf eine Person im Rosenmontagszug mitgehen, und zwar unentgeltlich. Normalerweise sind Wurfmaterial und Kostüm nicht billig, die 86 erhalten es spendiert.

Warum? Es sollen Menschen belohnt werden, die Leuchttürme in ihrem Stadtteil sind. Zusammen mit einer Kölner Tageszeitung hat Kirsch dazu aufgefordert Menschen zu benennen, die sich ehrenamtlich engagieren. Es kamen fast 300 Vorschläge. Die 86 gehen natürlich auch stellvertretend für all die im Zug mit, die in ihrem Veedel für Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit sorgen. Früher hätte man sie "Gutmenschen" genannt oder "Stützen der Gesellschaft", heute sagen wir lieber "Veedelskümmerer".

Ich finde die Idee genial, denn sie lenkt den Blick dahin, wo die Musik in der Gesellschaft spielt, bei den Menschen vor Ort. In seiner Weihnachtsansprache hat dies unser Bundespräsident genauso betont, wie es jetzt an Rosenmontag geschieht. Frank-Walter Steinmeier sagte: "Wir brauchen die Demokratie, aber ich glaube: Derzeit braucht die Demokratie vor allem uns". Ralf Dahrendorf hat gesagt: "Demokratie lernt man vor Ort". Genau dies meint die Idee am Rosenmontag: MUTbürgerinnen und -bürger ziehen durch die Stadt, nicht WUT-Bürger. Ich sollte auch zwei Mut machende Menschen für unsere beiden Veedel vorschlagen. So benannte ich die Vorsitzende unseres Bürgervereins und einen Mann, der seit über 40 Jahren eine Kinderspielplatzinitiative leitet. Ich hoffe, sie am Rosenmontag im Zug zu sehen.

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