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Kirche in WDR 3 | 15.12.2020 | 07:50 Uhr

Fest der Liebe

Guten Morgen!

 

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Doch in diesem Jahr hat es die Liebe schwer.

Die ganze große Familie fährt hunderte Kilometer aus allen Himmelsrichtungen durchs Land, um sich unter einem Weihnachtsbaum in die Arme zu fallen? Das geht in diesem Jahr nicht.

 

Aber vielleicht ist eine kleine Familienrunde gerade ein Zeichen von Liebe und Respekt. Ich nehme die Sorge um die Gesundheit ernst. Ich versuche meine lieben Familienmitglieder nicht in Gefahr zu bringen.

 

Mit ein bisschen Organisation gelingt es auch, eine Großfamilie aufzuteilen. Dann gibt es nicht die eine große Runde mit 20 Personen an der riesigen Tafel. Aber dafür sitzt die Familie auf fünf Wohnungen verteilt jeweils zu viert an einem kleinen Tisch. Und vielleicht wird dann eine besondere Nähe möglich, die in einem vollgestopften Esszimmer oft auf der Strecke bleibt: Die vier kommen miteinander ins Gespräch.

 

Aber in manchem Hinterkopf, gibt es da vielleicht die Sorge, ob das denn alles so gelingt. Was ist denn, wenn vor dem Nachtisch schon der Gesprächsstoff ausgegangen ist? In einer großen Runde kann ich dann dezent das Gespräch mit dem Opa ausklingen lassen, und mich mit meinem Lieblingscousin unterhalten. Zu viert an einem Tisch klappt das nicht so leicht.

 

Und das ist genau die Stelle in der Weihnachtsvorbereitung, an der ich meinen immer besorgten Hinterkopf einmal ausknipsen muss. Ein anderes Köperteil kann da helfen. Bei dem einen ist es das Herz, bei der anderen der Bauch. Ich muss die Region in mir aktivieren, in der mein Gefühl sitzt. Und ich glaube fest daran, dass das Gefühl zu Weihnachten genau die Himmelsrichtung kennt, in die es sich bewegen wird.

 

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Und da wissen Bauchgefühl und Herzlichkeit schon von selbst, wo es lang geht. Ein liebevolles Grundgefühl erleichtert vieles.

Mit Liebe, leiser Weihnachtsmusik und appetitlichem Bratenduft, muss ich mir keine Sorgen darüber machen, dass ich keine Großfamilie am Tisch versammelt habe. Ich öffne mich denen, die mir gegenübersitzen und sage meinen Lieben, was mich bewegt. Ich öffne meine Ohren und mein Herz und höre auf die Worte, die meine Lieben mir anvertrauen.

 

Mit einer guten Portion Liebe in Bauch und Herz kann eigentlich nichts schief gehen. Weihnachten ist doch das Fest der Liebe. – Ja, das sagt man so, aber wieso eigentlich?

 

Zu Weihnachten ist Jesus als kleines Kind auf die Welt gekommen. Gott hat damit dieser Welt gezeigt, wie lieb er sie hat, und er will, dass niemand auf der Welt verloren geht. (frei nach: Die Bibel, Johannesevangelium 3,16)

 

In diesem Jahr brauche ich diese Liebe ganz besonders. Ich hoffe, dass es mir gelingt, mein Herz zu öffnen, und Gottes Liebe an mich heran zu lassen.

 

Ich wünsche Ihnen ein liebevolles Weihnachtsfest, Ihr Pfarrer Michael Nitzke aus Dortmund.

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

 

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