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Kirche in WDR 2 | 29.06.2021 | 05:55 Uhr

Feste feiern

Heute ist ein Feiertag. Um genau zu sein: Heute ist der Internationale Matsch-Tag. Für Kinder sicher interessanter als für Erwachsene. Aber auch die dürfen sich heute ein Schlammbad gönnen – soll ja entspannend sein.

 

Als Kind hab‘ ich gern‘ mit Matsch gespielt: Schlammkuchen gebacken, Schlammkugeln geformt, Schlammhäuser gebaut. Und ich mach‘ das immer noch gerne. Inzwischen aber mit `nem Ziel. Ökofairness zum Beispiel. Oder etwas kirchlicher gesagt: Schöpfungsgerecht. Immerhin sagt Gott gleich am Anfang der Bibel zu den Menschen, dass sie sich gut um seine Welt kümmern sollen. Die ersten Jobs sind keine Bürojobs in Hochhäusern. Die ersten Jobs sind Gärtner:in und Tierpfleger:in. Gott sah das Potential seiner Schöpfung also eher so im Matsch-Bereich, an der frischen Luft und weniger in Minen oder am Fließband. Super, dass mich der Internationale Matsch-Tag daran erinnert.

 

Für meine Kindergruppe in der Gemeinde gibt’s heute ökofair und schöpfungsgerecht eine Anleitung, wie aus Matsch und Blumensamen „Seed-Bombs“ werden. Die verteilen wir dann nach und nach an Stellen, die ein bisschen trostlos aussehen. Und wo wir denken, denen tun ein paar bunte Blumen und ein wenig Bienensummen gut. Man muss die Feste ja schließlich feiern, wie sie fallen.

 

Heute ist übrigens auch Kirschen-Tag. Sie können also mit ein paar heimischen Kirschen auf das, was immer Sie zuhause Sonnendeck nennen. Denn: es ist Peter und Paul. Seit 1796 – Dank Friedrich Wilhelms III. – kein Feiertag mehr. Aber eine Bauernregel sagt: „Peter und Paul, Kirschen im Maul.“ Also: Kirschen-Tag. Heute. Und auch das muss gefeiert werden. Entweder mit Kirschen direkt vom Baum in den Mund oder auf den Kuchen, …

 

Peter und Paul ist übrigens mein heimlicher Star unter den irgendwie-nicht-aber-irgendwie-auch-doch Feiertagen. Kaiser Valerian hat 258 nach Christus verboten, die beiden Apostel Petrus und Paulus an ihren Gräbern zu verehren. Die Christen haben ihre Knochen dann kurzerhand nochmal neu bestattet. In den römischen Katakomben. Da konnten sie die beiden biblischen Superstars dann unbeobachtet weiterfeiern. Underground-Parties sozusagen.

 

So richtig grün waren sich Petrus und Paulus nie. Sie geben aber ein super Paar ab, um zu zeigen: Auch wenn’s richtig Streit gibt und wenn’s ums Eingemachte geht – und damit meine ich keine Kirschen – gibt’s was Verbindendes: Das Herz für Gottes Wort und dessen Liebe zu den Menschen. Egal ob sie streiten oder ob sie zusammen im Matsch spielen oder zusammen Kirschkuchen essen.

 

Heute ist ein Tag, der die Verschiedenheit von Menschen feiert und zeigt: Gottes Liebe kommt durch alle und zu allen in die Welt. Was immer Sie heute feiern: Haben Sie’s gut dabei.

 

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

 

 

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