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Kirche in WDR 4 | 19.12.2020 | 08:55 Uhr

freuen

Guten Morgen!

In diesem Jahr habe ich es richtig vermisst. Das Gedränge zwischen den Buden des Weihnachtsmarktes. In den letzten Jahren war ich davon ziemlich genervt. Da will ich noch mal eben ein Last-Minute-Geschenk in der Stadt holen, und da komme ich kaum durch. Überall stehen Leute. Scheinbar ist jeder freie Platz in der Stadt mit einem Glühweinstand besetzt, und wenn ich endlich zu den Geschäften durchgekommen bin, sind die schönen Dinge ausverkauft.

 

So war es letztes Jahr. In diesem Jahr ist Abstand halten angesagt. Eine Verabredung zum Glühwein mit den Kollegen nach der Arbeit war auch nicht drin. Und überhaupt: Lieber schnell nach Hause, bevor noch was passiert. Das adventliche Glänzen in den Augen von festlich gestimmten Menschen ist nur schwer zu entdecken. Ich erkenne es nur mühsam in den Augen, die ein wenig ängstlich über die Maske blicken.

 

Advent 2020, das heißt warten. Warten auf den Paketboten, der die bestellten Geschenke bringt. Warten auf die neuen Zahlen des Gesundheitsamtes. Immer nur Warten, und vor allem Warten auf bessere Zeiten.

 

Das Warten auf Weihnachten ist anders geworden. Bei mir jedenfalls. Es ist nachdenklicher geworden. Ich frage mich, was wirklich zu einer Vorbereitung auf Weihnachten gehört. Die Hektik der Adventszeit der vorigen Jahre vermisse ich nicht. Dafür habe ich jetzt mehr Ruhe, um mich an dem Licht der Adventskerzen zu freuen. Ein Licht leuchtet in der Dunkelheit. In den anderen Jahren habe ich das oft einfach so hingenommen, aber in diesem Jahr freue ich mich wirklich auf die vierte Kerze am Adventskranz.

 

Zum vierten Advent steht ein Spruch aus der Bibel in meinem Kalender: „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freut euch! Gott, der Herr ist nahe!“ (Die Bibel, Philipper 4,4.5b)

 

Das ist einmal eine Ansage: „Freut Euch!“ Geht nicht unter in Euren Sorgen. Seid nicht enttäuscht, dass Weihnachten dieses Jahr ganz anders ist als sonst. Freut euch trotzdem. Und vor allem: „Freut euch! Gott, der Herr ist nahe!“ Also freut euch nicht über immer größere Geschenke und über immer voller gedeckte Tische, sondern freut euch darüber: „der Herr ist nahe“.

 

Der Herr, das ist Jesus, das Kind in der Krippe. Es hat es oft schwer, sich im Weihnachtstrubel bemerkbar zu machen. In diesem kleinen Kind zeigt sich Gott selbst. Gott verlässt den Himmel und sucht die Nähe zu seinen Geschöpfen. Er zeigt sich in einem neugeborenen Menschen. Die Eltern dieses Kindes haben mit Mühe ein Dach über dem Kopf bekommen für seine ersten Lebenstage. Durch dieses Kind hat Gott unzähligen Menschen Hoffnung gegeben. Und diese Hoffnung heißt: „Gott lässt mich nicht allein!“

 

„Freut euch in dem Herrn allewege!“ Das ist eigentlich der Spruch, der in jedem Jahr am vierten Advent in meinem Kalender steht. Aber dieses Jahr sprechen mich diese Worte besonders an:

 

„Freut euch, was auch immer geschieht; freut euch darüber, dass ihr mit Gott, verbunden seid! Und noch einmal sage ich: Freut euch!“ (Die Bibel, Neue Genfer Übersetzung, Philipper 4,4)

 


Ich wünsche Ihnen einen frohen vierten Advent, Ihr Pfarrer Michael Nitzke.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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