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Kirche in WDR 2 | 20.01.2021 | 05:55 Uhr

Hope is back

Heute ist es endlich soweit: um 12:00 Uhr wird Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten eingeführt. Mit ihm eine Vizepräsidentin, die es so noch nie gab: Kamala Harris ist die erste Frau in diesem Amt. Es ist verrückt, dass das erst im Jahr 2021 passiert. Und trotzdem habe ich immer noch Tränen in den Augen, wenn ich an ihren Siegesjubel und an ihr Lachen denke, als klar geworden ist, dass sie und Joe Biden es geschafft haben. Das kleine Video von ihrem Anruf bei ihm ist um die Welt gegangen. Sie sagt darin: „We made it, Joe!“ „Wir haben es geschafft, Joe!“ Und dabei lacht sie so, als ob sie es selbst noch nicht glauben kann. Sie und Joe Biden treten als Team auf. Der eine muss die andere nicht unterbuttern, die andere muss nicht zeigen, dass sie härtere Bandagen auffährt. Es geht dabei nicht darum, dass Frauen bessere Präsident:innen wären, Kamala Harris Vizepräsidentschaft zeigt: Frauen sind Präsidentinnen. Warum das so wichtig ist? Weil es erst bei der 46. Präsidentschaftswahl gelungen ist – in den USA! Im Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten war es bisher nie möglich, eine Frau in die oberste Ebene zu wählen.

Kamala Harris hat das in ihrer Siegesrede thematisiert, voller Hoffnung: „Und auch wenn ich die erste Frau in diesem Amt sein werde, werde ich nicht die letzte sein.“

Sie hat sich an Mädchen und Jungen im ganzen Land gewendet: „Träumt mit Ehrgeiz, führt an mit Überzeugung, und seht euch so, wie andere euch vielleicht nicht sehen, nur weil sie es vorher noch nie gesehen haben. Wir werden euch applaudieren bei jedem Schritt eures Weges.“

Ob die Präsidentschaft von Biden und Harris tatsächlich zu mehr Gleichberechtigung von Frauen und Männern, von verschiedenen ethnischen Gruppen führt, ist heute noch nicht klar. Aber der Katholik Joe Biden hat sein Kabinett divers aufgestellt: Alte und Junge, Männer und Frauen, Menschen aus verschiedensten Bevölkerungsgruppen und nicht nur aus der weißen Mittelschicht.

Diese Präsidentschaft ist für mich politisch, aber auch emotional wichtig, denn ich bin Teil der größten christlichen Gruppe weltweit: den Katholiken. Und in dieser Gruppe ist Geschlechtergerechtigkeit noch weit, weit entfernt. Das macht mich oft sehr traurig und wütend. Und ehrlich gesagt träume ich davon, dass irgendwann eine katholische Priesterin diesen Satz sagen wird: „Und auch wenn ich die erste Frau in diesem Amt sein werde, werde ich nicht die letzte sein.“


 

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