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Kirche in WDR 2 | 08.09.2020 | 05:55 Uhr

Glaube ist großartig

An Gott glauben zu können, ist einfach großartig. Vielleicht denken Sie jetzt, ein Pastor in der Morgenandacht, der muss so was sagen. Aber ehrlich, ich finde den Glauben an Gott wirklich großartig. Und wissen Sie, warum?

Weil Glaube kein intellektuelles Halbwissen ist. Obwohl er oft so dargestellt wird.

Viele Menschen verstehen den Glauben an Gott ungefähr so: „Ja, ich mein‘, keine Ahnung. Kann schon sein, dass es irgendein übernatürliches Wesen gibt. Irgendwas Göttliches. Warum auch nicht?“

 

Der Satz „Ich glaube an Gott“ ist dann auf derselben Stufe mit Sätzen wie „Ich glaub‘, ich hab‘ zu Hause das Licht angelassen.“ Oder: „Ich glaub‘, das hätt‘ ich geschickter machen können.“ Also im Sinne von: „Ich weiß das nicht so richtig. Vielleicht lässt sich das irgendwann klären. Vielleicht auch nicht. Was soll’s.“

 

Das heißt: Wenn ich nichts Genaues weiß, dann muss ich eben glauben. Der Glaube ist damit die Füllmasse für meine Wissenslücken. Das ist überhaupt nicht großartig. Sondern vor allem ganz schön beliebig. Denn so ein Glaube hat für das Leben kaum Auswirkungen.

 

Tatsächlich aber ist der Glaube keine Füllmasse. Glaube ist Vertrauen. Und vertrauen zu können, das ist wirklich großartig. Auch unfassbar schön. Beruhigend. Entlastend. Tröstend. Aufbauend. Oder noch ganz anders.

Wie toll Vertrauen ist, sehen wir an kleinen Kindern. Die fest davon ausgehen: Papa und Mama und sonst noch ein paar Leute sind für mich da. Die sind nett zu mir, die kümmern sich um mich, die lieben mich - alles in Ordnung. So ein Vertrauen ist ein super-Start ins Leben. Allerdings wird dieses Urvertrauen im Laufe der Jahre brüchiger. Fragwürdiger. Wir machen Erfahrungen, durch die unser Vertrauen enttäuscht wird. Wo wir verletzt werden, weil wir vertraut haben. Dass das heftig weh tut, weiß jeder. Aber die Glücklichen unter uns, vertrauen immer wieder auf´s Neue - trotz solcher Erfahrungen und Verletzungen. Vielleicht vorsichtiger als früher. Aber immerhin.

Und dann merken sie auch, wie schön das ist, wenn Vertrauen nicht enttäuscht wird. Wenn der Mensch, auf den ich mich verlasse, tatsächlich zu mir hält. Für mich da ist. Mir zuhört. Mir hilft. Mir Kraft gibt.

Genau so ist das mit dem Glauben an Gott auch. Den Kinderglauben haben wir alle hinter uns gelassen. Aber vielen Menschen ist es gelungen, am Glauben festzuhalten. Nicht als Lückenbüßer an Stellen, wo ich intellektuell nicht weiter weiß, sondern als Vertrauensbasis. Und damit als Kraftquelle. Als Hilfe für den ganz normalen Alltag und für besondere Situationen. Wenn das gelingt, dann ist an Gott glauben wirklich großartig.

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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