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Kirche in WDR 4 | 12.03.2019 | 08:55 Uhr

Gott im Rücken

Guten Morgen.
Wie kann ich Glauben in meinem Alltag leben? Darüber unterhalte ich mich mit einer Gruppe von Jugendlichen. Christlicher Glaube, darüber sind wir uns einig, ist ja nicht nur irgendein kirchliches Bekenntnis, das man mal auswendig gelernt hat und sonntags im Gottesdienst mitspricht. Wenn es lohnenswert sein soll, als Christ zu leben, muss mein Glaube ja auch etwas mit mir und meinem alltäglichen Leben zu tun haben. Da sagt einer aus der Gruppe: „Ich habe jedenfalls keinen Bock darauf, einer dieser Hardcorechristen zu sein. Also so Leute, die immer nur in die Kirche dackeln und sich für andere einsetzen und mitarbeiten. Aber selbst nichts davon haben. So besondere Heilige.“

Sind Heilige Hardcorechristen? So frage ich mich. In der Kirchengeschichte gibt es ja solche Leute, die eine besondere Heiligkeit hatten. Die bekommen dann auf den Bildern von Kirchenfenstern oder auf Gemälden immer einen Heiligenschein.

Aber wer möchte damit schon herumlaufen? Und wenn Hardcorechristen solche frommen Ausnahmeerscheinungen sind, muss ich dem jungen Mann Recht geben. Wer hat schon Lust, so zu leben?

Mein Vorbild ist da eher Abraham. Ein Mann, der vor langer Zeit im alten Israel lebte.

In der Bibel wird dieser Abraham der „Vater des Glaubens“ genannt. Also einer, der mir zeigen kann, wie ein glaubender Mensch aussieht.

Abraham war wie du und ich. Mit Familie und einem ganz normalen Beruf.

Als Abraham jung ist, spricht Gott zu ihm und sagt: „Geh vor mir her und sei vollständig.“ Martin Luther hat diesen Satz so übersetzt: “Wandle vor mir und sei fromm.“

Glauben heißt, so verstehe ich diesen Satz: Vor Gott zu leben. Einen guten Gott hinter mir zu haben, der mir den Rücken freihält. Und der mir das Leben, das vor mir liegt, als großartigen Freiraum eröffnet. Einen Freiraum, in dem ich Neuland entdecken kann. Und in dem ich vollständig sein kann. Ganz sein kann. Also alles das, was in mir steckt zur Entfaltung kommen lasse.

Und genau das hat Abraham, der „Vater des Glaubens“ gemacht. Er hat sich aufgemacht in ein neues Leben. Hat seine Verwandtschaft verlassen und ist in ein anderes Land gereist. Und hat dabei die Erfahrung gemacht. Ein Leben mit einem guten Gott im Rücken, kann sehr spannend und abwechslungsreich sein. Und ganz und gar nicht langweilig. Und am Ende einfach segensreich.

So kann mir mein Glaube helfen, mutig ins Leben zu gehen. Und zu wissen: wenn mal was schiefgeht, hilft mir Gott auf.

Das ist der Weg, auf dem ich vollständig werde. So kann ich alle meine Begabungen entwickelt, die Gott in mich hineingelegt hat.

Junge Menschen haben heute großartige Möglichkeiten Neuland zu entdecken. Sie fliegen für ein Jahr nach Südamerika und lernen die Menschen und die Sprache dort kennenlernen. Oder sie lassen sich auf den rasanten Wandel in unserer Zeit ein. Und verändern dadurch sich selbst. Ich wünsche allen heute – den Jungen wie den Älteren – Gott im Rücken. Auf allen Wegen, die heute auf sie warten.

Ihr Pastor Christoph Neumann aus Hemer.

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