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Kirche in WDR 2 | 05.12.2019 | 05:55 Uhr

Gott vermisst uns

Ich bin Judith Uhrmeister, guten Morgen!

Wir verändern uns.

Das kann man sehen, wenn man die Zeitung liest, oder Radio hört, oder wenn man selbst in den Spiegel schaut. Ich zum Beispiel bekomme langsam graue Haare. Das ist sehr beunruhigend.

Wir verändern uns und die Reaktion darauf ist, was dagegen tun.

Das ist die allgemeine Parole.

Wir müssen uns besser ernähren, und wir müssen besser auf einander aufpassen und wir müssen uns um die Umwelt kümmern. Wir sollen auf jeden Fall was tun.

Das ist ja auch richtig. Es ist gut und wichtig, dass wir was tun.

Und wenn ich dann tue und tue, und das Gefühl habe, dass ich die Welt retten muss, dann komme ich schon manchmal ins Zweifeln, ob mein Tun eigentlich wirklich ausreicht, um irgendwen zu retten.

Hiob macht sich darüber auch Gedanken.

Er macht sich nicht Gedanken um die weltpolitische Lage, sondern um sein eigenes Leben.

Er fragt sich, kann ich eigentlich was tun, damit es besser wird.

So vieles im Leben ist fragil und endlich.

Er kommt zu dem Punkt, an dem er sagt, es gibt manche Sachen, da kann ich einfach nichts mehr tun.

Und da Hiob ein Mann der Bibel ist, bringt er alles was er erlebt in seinem Leben, mit Gott in Verbindung, das Gute wie das Schlechte.

In dieser Situation wagt er ein Gedankenspiel.

Er überlegt sich, was wäre eigentlich das Schlimmste, das mir passieren könnte?

Und das Schlimmste für ihn wäre, wenn er nicht mehr wäre. Wenn all das, was sein Leben ausmacht, einfach nicht mehr ist.

Er wagt also, über das Ende nachzudenken.

Und fragt sich, ist eigentlich nach dem Ende noch irgendetwas.

„Meinst du Gott“, sagt er, „einer stirbt und kann wieder leben?“

Nein, das glaubt er erstmal nicht, aber während er so über das Ende nachdenkt, verändert sich was bei ihm. Er denkt über das Ende nach und denkt, „das kann es doch nicht gewesen sein.“

Er überlegt sich, „wenn ich nicht mehr da bin, dann würdest du mich vielleicht vermissen, Gott!?“

Er sagt: „Wenn ich nicht mehr da bin, dann würdest du, mich rufen, und ich würde dir antworten. Es würde dich verlangen nach mir, dem Werk deiner Hände.

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

 

 

 

 

 

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