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Kirche in WDR 2 | 01.08.2019 | 05:55 Uhr

Gottvertrauen

Ich glaube: Gottvertrauen hilft. Und das Pferd anbinden. Wenn ich nicht will, dass es geklaut wird. Um mal im Bild zu bleiben.

Ist ja auch ein Unterschied, ob ich mein Pferd ankette oder anbinde, lose.

Na, ja.

Mir kommt es so vor, als sei das Bekenntnis auf Gott zu vertrauen gleichbedeutend mit: Hände in den Schoss. Als sei Gottvertrauen so etwas, wie der Clubausweis für Naive, Träumer, Spinner.

Tja.

Gott vertrauen gerade jetzt – wo es doch angeblich nur noch bergab geht.

Mit den Menschen. Und der Entwicklung der Erde.

Da ist Gottvertrauen nicht so angesagt, eher Appelle, Demos, Verzicht.

Unumkehrbare Klimaschädigungen, soviel Menschen auf der Flucht, wie nie zuvor, jede Menge bewaffnete Konflikte, atomare Anspannung, statt Entspannung.

Klar. Bedrohliche Entwicklungen gibt es zuhauf.

Und: Gefahr leugnen, hilft selten weiter.

Aktion finde ich auch gut. Verantwortung übernehmen. Konsequenzen zeigen.

Weniger Plastik, weniger Fliegen, mehr Seenotrettung.

Und: mehr reden.

Ja. Mit den Anderen. Denen, die nicht meiner Meinung sind.

Womit ich mich in die Reihe der Appelle gestellt habe.

Dabei – die Verbindung von Appell und Vertrauen: Du sollst jetzt vertrauen! Oder Liebe: Du sollst jetzt lieben! Hat ja noch nie funktioniert.

Also.

Ich glaube, dass beides stimmt und mitunter schwer auszuhalten ist:

Ich bin verantwortlich und kann etwas tun und: Ich bin ohnmächtig.

Ich habe Angst und vertraue auf Gott.

Nur aus Angst zu handeln, beschleunigt in der Regel die Flucht, aber führt nicht zwangsläufig zum Ziel.

Andererseits: Gottvertrauen so zu verstehen, als hätte Gott mir keine Möglichkeiten gegeben, zu handeln, stabilisiert  in der Regel das: weiter so.

Als Christ glaube ich, dass das Leben stärker ist als der Tod.

Ich glaube: Es kommt auf meine Bereitschaft an. Auf meine ernsthafte  Bereitschaft den unangenhmen Nächsten zu lieben. Ich darauf, dass Gott das tut. Eben weil, ich selbst dazu noch nicht in der Lage bin. Noch. Gott liebt quasi das hinzu, was an meiner Liebe fehlt. Und das kann  manchmal ziemlich viel Liebe sein – manchmal.

Naiv?

Unbedingt.

Im Sinn des französischen Wortursprunges von: kindlich.

Als ängstliches Kind Gottes.


Redaktion: Sabine Steinwender-Schnitzius

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