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Kirche in WDR 2 | 25.02.2021 | 05:55 Uhr

Gut gegen Nordwind

Hörbuch: Track 2 & 3 (CD 1) + Track 4 & 7 (CD 2) von dem Hörbuch „Gut gegen Nordwind“, Interpreten: Andrea Sawatzki & Christian Berkel, Komponist: --, Texter: Daniel Glattauer, Verlag: HörbucH Hamburg, LC-Nr.: unbekannt, Bestell-Nr.: unbekannt, EAN: 978-3-89903-807-1

 

Autor: Persönlich sind sich Emmi und Leo nie begegnet. Die beiden sind die Hauptfiguren in dem Roman „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer. Vor einiger Zeit haben sie angefangen, sich E-Mails zu schreiben. Zuerst ein Irrläufer, dann eine Antwort, schließlich ein Missverständnis, das sich aufklärt. Und auf einmal ist ihr Interesse aneinander geweckt.

 

O-Ton (Emmi): „Ich find‘ es spannend, dass Sie sich so auf einen Menschen einlassen können, den Sie gar nicht kennen!“

 

O-Ton (Leo): „Was mich betrifft, und jetzt komme ich zu meinem Geständnis: Ich interessiere mich wahnsinnig für Sie, liebe Emmi!“

0:18-0:27 = 0:09

 

Autor: Das wachsende Interesse aneinander führt bei den beiden auch zu einer immer größeren Offenheit. Nach und nach traut sich jeder, dem anderen zu sagen, was ihn bewegt. Ganz ungeschützt.

 

O-Ton (Emmi): „Bei Ihnen, lieber Leo, scheue ich mich nicht, so spontan zu sein, wie ich im Innersten bin. Ich überlege nicht, was ich Ihnen zumuten kann und was nicht. Ich schreibe einfach munter drauflos, und das tut mir so wahnsinnig gut!!!“

0:38-0:50 = 0:12

 

Autor: Diese Offenheit hat viel damit zu tun, dass Emmi und Leo sich nicht sehen. Schon früh wird ihnen klar, wie sehr dieses Nicht-Sehen-Können ein Vorteil ist. Erst dadurch wird die gegenseitige Offenheit überhaupt möglich.

 

O-Ton (Emmi): „Ich habe, das möchte ich Ihnen gestehen, schon lange mit niemandem so heftig Gefühle ausgetauscht wie mit Ihnen. […] Ich kann in meinen E-Mails an Sie so sehr die echte Emmi sein, wie sonst nie.“

1:01-1:13 = 0:12

 

Autor: Dem anderen alles sagen zu können, was man denkt und fühlt, ohne sich verstellen zu müssen, das ist etwas Wunderschönes. Toll, wenn man einen Menschen hat, mit dem man sich so austauschen kann.

 

O-Ton (Leo): „Nein, Emmi, Sie sind nicht irgendwer. Wenn irgendwer nicht irgendwer ist, dann sind es Sie. Schon gar nicht für mich.“

1:23-1:29 = 0:06

 

Autor:

Das sind starke Sätze. Emmi muss sich großartig gefühlt haben, als sie das gelesen hat. Mit derselben Reaktion kann ich rechnen, wenn ich bete. Also mit Gott spreche, ohne ihn zu sehen. Auf ein ehrliches Gebet antwortet Gott genau wie Leo in seiner Email: Du bist nicht irgendwer. Ganz bestimmt nicht. Schon gar nicht für mich!

 

O-Ton (Emmi): „Und, das ist Ihre Leistung, lieber Leo, deshalb sind Sie für mich so unverzichtbar geworden: Sie nehmen mich so, wie ich bin.“

1:49-1:56 = 0:07

 

Autor: Genau das Gleiche gilt für Gott: Er nimmt mich so, wie ich bin. Deshalb kann ich ihm gegenüber ganz offen sein. Ich darf genau so reden, wie ich es gerade brauche. Befreiend ehrlich.

Einen Unterschied gibt es allerdings: Gott brauche ich nicht zu siezen. Mit ihm bin ich von Anfang an per Du.

 

 

Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth

 

 

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