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Kirche in WDR 3 | 06.02.2021 | 07:50 Uhr

In den Binsen

Seit 6 Jahren ist für meine Familie der 06. Februar kein gewöhnlicher Tag.

Denn 2014 starb Peter Philipp an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Was für ein schmerzlicher Verlust damals für uns alle!

Mit nur 42 Jahren ein viel zu früher Tod!

Ein Tausendsassa war er, mein Schwager Peter. Gesegnet mit vielfachem Talent und Muse.

Cheftexter des A Capella Ensembles Waschkraft, Sänger, Gitarrist, Maler, Dichter,

Journalist, Autor, ein Multitalent.

Und liebevoller Onkel unserer vier Kinder. Vor seinem feinsinnigem Humor, überraschenden Späßen und niveauvollem Blödsinn konnten wir nie sicher sein.

Und wollten wir auch nicht.

Zum Tode von Peter haben wir damals geschrieben:

(Sprecher) „Es war ein Leben voller Intensität, Humor und Kreativität.

Sein Optimismus und seine Zuversicht begleiten uns weiter.“

Ja, er begleitet uns weiterhin.

Erst an Weihnachten haben wir uns von ihm erzählt und wann wir ihm jeweils zuletzt begegnet sind.

Vieles erinnert an ihn. Ein sehr lebendiges Gedenken.

5 Monate nach seinem Tod habe ich folgenden Tagebucheintrag vorgenommen:

(Sprecher) „Da wurde mir deutlich, was ich bei Peter bewundere bzw. was relevant ist: Dass man als Person etwas hinterlässt! Ein Buch, einen Gedanken, Bilder und Lieder.“

Und es ist unglaublich viel, was er hinterlassen hat.

Sein letzter und posthum veröffentlichter Gedichtband heißt Hinten links in den Binsen.

Hierin befindet sich sein Gedicht Biographie in drei Strophen.

Auch wenn Sie Peter Philipp nicht gekannt haben werden, könnte es Sie ansprechen:

 

(Sprecher) „Wie nicht abgeholt aber bestellt

sitzen die alten Träume und grinsen

und baumeln die Beine, Hans Guck-in-die-Welt,

irgendwo in den Binsen.

 

Erst spielst du im Sand mit feuchter Buchse,

wächst auf mit Freund und Gesindel,

wirst erwachsen genannt, was-haste-was-guckse,

dann winkt man erneut mit der Windel.

Man wird ohne Sattel durchs Leben geritten

auf sonderbar farbigen Wegen.

Und fährt das Leben mit dir Schlitten,

sollst du dich lachend in die Kurven legen …“

Ein Gedicht wie er selbst, meine ich.

Ein Hans-Guck-in-die Luft, der auch dann noch lachte, als das Leben mit ihm Schlitten fuhr.

Und vielleicht erinnern Sie sich ja heute Morgen auch an einen lieben Menschen.

Einen Verwandten, der viel zu früh aus dem Leben geschieden ist.

Eine verstorbene Freundin, die sie vermissen.

Behalten Sie Ihre Verstorbenen in lebhafter Erinnerung.

Erzählen Sie sich von ihnen und von ihren Geschichten.

Zwei Dinge möchte ich Ihnen heute mit in den Tag geben:

Einen Wunsch:

Dass es Ihnen gelingen möge, sich lachend in die Kurve zu legen, wenn das Leben mit Ihnen Schlitten fährt.

Und eine Hoffnung:

Dass unsere Verstorbenen in Gottes Händen das ewige Leben geschenkt bekommen.

Diese Hoffnung spricht aus dem Schlussvers des Evangeliums, das wir vor 6 Jahren zur Auferstehungsmesse für Peter ausgewählt haben:

(Sprecher) „So habt auch ihr jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.“ (Joh 16,22)

 

In dieser Hoffnung grüßt Peter Krawczack aus Düsseldorf

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