#
Aktuelles

Beiträge auf wdr2 

evangelisch

Kirche in WDR 2 | 15.06.2020 | 05:55 Uhr

Held*innen

Meine Tochter hat eine Hausaufgabe in Kunst auf: „Gestalte eine Pop-up-Klappkarte mit deiner Heldin oder deinem Helden“. Sie weiß gleich, wer ihre Heldin ist: Namika! Weil sie so cool ist und so gute Musik macht.

Ich komme ins Grübeln… Mit den HeldINNEN ist das ja so ein Ding.

Superman, Obama, Gandhi, Nelson Mandela. Das sind alles Männer und die fallen mir als erstes ein. Na, toll! Obwohl ich schon so viele Bücher über tolle Frauen gelesen habe. Für Heldinnen brauche ich einen kleinen Moment länger. Simone de Beauvoir, Pippi Langstrumpf, Clara Zetkin, Carola Rakete oder Malala.

Über Vorbilder nachzudenken ist hilfreich, meint Nils Pickert. Er ist Journalist, Feminist und Vater. In seinem neu erschienenen Buch „Prinzessinnenjungs“ schreibt er, dass es gerade für Männer und Jungen wichtig sei, auch weibliche Vorbilder zu haben. Denn so würde ihr Blick geweitet – weg von dem Boy´s Club der Männerhelden hin zur Anerkennung der Leistungen von Frauen. Auch für Mädchen eine Bereicherung!

Wenn man genau hinschaut, entdeckt man auch in der Bibel Heldinnen: Da ist Debora, die Richterin, die durch ihr kluges Handeln eine Armee besiegt. Oder Judit, die durch eine List ihr Volk Israel vor dem Feind Holofernes schützt. Und dann die bekannteren Heldinnen wie Rut, Esther, Rebekka, Eva und natürlich Maria.

In dem ersten Buch der Bibel heißt es: „Da schuf Gott die Menschen als Ebenbild, männlich und weiblich hat er, hat sie, hat Gott sie geschaffen.“

Das ist mal eine Nachricht! Gott hat uns Menschen nach göttlichem Vorbild geschaffen. Alle Geschlechter – von männlich bis weiblich – alle Menschen sind Heldinnen und Helden Gottes! Und was entlastend ist: Wir müssen kein Superman und keine Wonderwoman sein. Es reicht, dass wir sind wie wir sind. Wir dürfen siegen und scheitern. Aber eins sollten wir tun: Auf Gott vertrauen. Denn das tun auch die Heldinnen und Helden in der Bibel. Auch sie scheitern. Alles läuft plötzlich anders als gedacht, aber sie vertrauen auf Gott und das hilft ihnen klar zu kommen.

Die Klappkarte zum Thema „Held und Heldinnen“ für den Kunstunterricht hat meine Tochter fertig gebastelt. Namika ist ihre Heldin, die Musikerin, „Lieblingsmensch“ ihr bekanntester Titel. Doch Gott hat keine Lieblingsmenschen. Für Gott gibt es nur Heldinnen und Helden, auch ich bin eine – und wissen Sie was? Sie auch!


Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen