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Kirche in WDR 4 | 21.05.2020 | 08:55 Uhr

Himmel

Guten Morgen!

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die in den Himmel starren. Es scheint, sie haben dort etwas entdeckt. Oder sie schauen hinter etwas her. Auf dem Boden zwischen den Menschen, die da in den Himmel schauen, sind die Spuren von zwei Füßen zu sehen. Diese Spuren entlarven das Bild als Himmelfahrtsbild. Da stand einmal jemand. Jetzt ist er nicht mehr da. Und die Menschen, die ihm nahe waren, schauen hinter ihm her: Starren in den Himmel.

Der Himmel, das muss ein guter Ort sein. „Es war himmlisch“, sagen wir, wenn etwas außergewöhnlich schön war. Oder: „Es war der Himmel auf Erden.“

Von Himmel und der Himmelfahrt heißt es in der Bibel:


Sprecherin: Jesus wurde vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. (Apostelgeschichte 1,9)


Ganz schön altertümlich, diese Vorstellung, denke ich. So haben es sich die Schreiber der Bibel damals vorgestellt: Gott thront über den Wolken und sein Sohn Jesus fährt zu ihm auf.

Aber Himmel – das kann viel mehr sein. Im Englischen gibt es zwei Worte für Himmel. „Sky“, das ist der blaue oder der graue Himmel über uns. Und dann gibt es „Heaven“. Das ist noch einmal ein ganz anderer Himmel. Es ist der Ort, von dem Eric Clapton in seinem Lied „Tears in Heaven“ singt: „Würdest du meinen Namen kennen, träfe ich dich im Himmel?“ Der Himmel, das ist ein Bild für den Ort, an dem Gott wohnt. Es ist der Ort, wo in seiner Nähe Tränen getrocknet werden. Dieser Himmel steht für die Sehnsucht nach Leben, das über das Hier und Jetzt hinausreicht.

Als die Freunde Jesu so in den Himmel starren, da sind da plötzlich zwei Männer und fragen:


Sprecherin: Ihr Leute aus Galiläa, was steht ihr da und schaut hinauf zum Himmel? (Apostelgeschichte 1,11)


Es ist, als wollen diese Männer die Blicke der Freunde Jesu wieder zurückholen auf die Erde. Und deshalb gefällt mir dieses Bild so gut: Da sind die Freunde Jesu, die in den Himmel starren. Was sie sehen, entzieht sich mir. Mein Blick wird auf diese Fußspuren gelenkt, auf die Spuren, die Jesus auf dieser Erde hinterlassen hat. Der Sehnsuchtsort Himmel verändert das Leben hier und jetzt. Menschen, die Jesus begegnet sind, sind getröstet worden. Da ist diese Frau, die über den Verlust eines lieben Menschen weint; da ist der Jünger, dem sein Versagen Tränen in die Augen treibt. Sie und viele andere wurden in Jesu Nähe verwandelt, fanden zu neuem Lebensmut.


Der Himmel ist nicht nur ein ferner Ort der Sehnsucht. Himmel geschieht schon jetzt. Ein Stück Himmel ist da, wo Gott wirkt. Er ist da, wo Menschen sich mitnehmen lassen, wo sie Jesu Spuren folgen, wo sie selbst Trost schenken. Der Himmel ist da, wo Menschen sich für andere einsetzen. „Da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns“, wie es in einem Lied heißt.


Sprecherin: „Ihr werdet aber Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist über euch kommt, und ihr werdet meine Zeugen sein … bis an die Enden der Erde.“ (Apostelgeschichte 1,8)


Auf diese Kraft vertrauen Christinnen und Christen seit Jesu Himmelfahrt bis heute. Sie folgen seinen Spuren. Entdecken diese Orte, wo Himmel und Erde sich berühren.


Einen schönen Himmelfahrtstag wünscht Ihnen Dietmar Arends, Landessuperintendent aus Detmold.



Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze


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