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Hörmal | 30.05.2019 | 07:45 Uhr

Himmelfahrtstag- ein Türöffner Tag

Was haben die Feuerwehr, das Wasserwerk und die Sendung mit der Maus gemeinsam?

Antwort: Sie alle veranstalten einen „Tag der offenen Tür“. Gerade an Feiertagen nutzen das Familien gerne für einen Ausflug – das macht Spaß und alle lernen auf unterhaltsame Weise dazu. Nicht nur die Kleinen.

Mir gefällt ganz besonders gut der Tag für die Elefanten-, Enten- und Maus-Fans. Der WDR nennt ihn den „Türöffner-Tag.“ Motto: Hinter Türen schauen, die sonst verschlossen sind. 

Ob es am heutigen Himmelfahrtstag auch solche Türöffner-Tage gibt? Ich vermute, eher nicht. Denn an diesem Tag sind traditionell die Väter miteinander unterwegs. Da bleibt keine Zeit für die Familie. Die Väter sind raus, die Tür bleibt zu.

 Türöffner-Tag: Dabei ist kaum ein anderer Tag so geeignet dafür wie der Himmelfahrtstag. Mit einem kleinen Augenzwinkern könnten sich die Kirchen das Copyright dafür sichern. Denn: Hinter Türen schauen, die sonst verschlossen sind. Das genau ist der Sinn von Himmelfahrt, wie es im Refrain eines Kirchenliedes heißt: „Der Himmel ist nicht oben, seit Jesus ist er hier. Die Grenzen sind verschoben, geöffnet ist die Tür.“ 

Himmelfahrt öffnet uns die Tür, gibt uns den Blick frei zu dem Ort, an dem Gottes heilsamer Wille schon uneingeschränkt geschieht. Der Himmel, das ist der Ort, an dem unsere Träume der Hoffnung schon wahr sind. Genauer: Hier werden sie immer wieder von neuem geboren. Hier sind die Tränen über Not und Leid abgetrocknet, Trauer und Wut über Menschenverachtung und Gleichgültigkeit sind ausgestanden. Himmelfahrt öffnet den Blick und erschließt uns einen Horizont, den wir sonst nicht haben. Und das hat Folgen. 

Bei Martin Luther King etwa. Der Pastor und Menschenrechtler wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden. Vor 50 Jahren wurde er ermordet. „I have a dream“ ist der Titel seiner berühmtesten Rede. An diesem Traum hat er beharrlich festgehalten – dem Traum von einer Gesellschaft, in der Schwarze die selben Rechte haben wie Weiße, in der niemand wegen seines Geschlechts oder seiner Herkunft benachteiligt oder ausgeschlossen wird. Und er ist dafür auf die Straße gegangen und hat friedlichen Protest organisiert. Das hat ihn das Leben gekostet.

Warum er trotz Lebensbedrohung daran festgehalten hat? „Ich habe das gelobte Land gesehen“, so sagt er es mit seinen Worten.

Wer einen Blick in den Himmel geworfen hat, der will es nicht mehr aushalten, dass Himmel und Erde so radikal voneinander unterschieden sind. Den drängt es, dass unter uns auch wahr wird, was im Himmel längst Realität ist. 

Feuerwehr, Wasserwerk, Sendung mit der Maus. Alles interessante Türöffner-Tage.

Heute sind jedenfalls die Kirchentüren offen. Hier wird der Traum vom offenen Himmel geteilt. Vielleicht ein Grund, mal wieder hinzugehen.

 

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