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Kirche in WDR 4 | 07.09.2021 | 08:55 Uhr

Ich brauche Segen

Guten Morgen,

Am Schaukasten vor einer Kirche klebt ein Sticker mit einem QR-Code. Darüber steht: Ich brauche Segen. Ich zücke mein Handy, scanne den Code und lese auf dem Display: Jesus verspricht: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt. Klick und eine freundliche Stimme spricht mir das auch noch zu. Mein Segenswort für den Tag. Immer wieder ein neues. So wie dieses:

 

Sprecher oder Sprecherin (freundlich, zugewandt):

Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich mache dich stark und helfe dir! (Jesaja 41,10)

 

So ein Segenswort stärkt, trägt, hält, gibt Kraft und Zuversicht. Deshalb gibt es jetzt deutschlandweit die Aktion mit dem Segen zum Scannen – überall: an Schaufenstern von Bäckereien und Geschäften zum Beispiel… Ich muss aber gar nicht auf die Suche gehen, wo ich einen solchen QR-Code finde. Ich kann einfach die Internetseite www.segen.jetzt aufrufen und mir einen Segen vorlesen lassen. Klick. Da höre ich schon wieder ein anderes Wort:

 

Sprecher oder Sprecherin (freundlich, zugewandt): 

„Wohin du auch unterwegs bist, Gott lässt dich nicht im Stich, er behütet und beschützt dich.“

 

Manche finden ja so einen QR-Code etwas unpersönlich. Und manche fragen: Ist das nicht inflationär, Segen so auf Schritt und Tritt? Und wieder andere meinen, Segen ist besonderen Momenten vorbehalten. Zum Beispiel als Reisesegen beim Aufbruch zu einer längeren Fahrt, oder an den Wendepunkten des Lebens, Geburt, Erwachsenwerden, Hochzeit oder dem Ende des Gottesdienstes. Und mancher zweifelt vielleicht daran, dass der Geist Gottes via Handy überhaupt wirkt. Da gilt: Alles kann, nichts muss. Das lateinische Wort für Segen ist „benedicere“, das heißt so viel wie Sagen, etwas ist gut, etwas soll gut sein. Einander die Zusage Gottes weitergeben: Egal, welchen Weg du gehst, egal wie lange deine Krise andauert, es soll gut für dich ausgehen. Jeder und jede kennt Zeiten, in denen es völlig unklar ist, wie es weiter geht. Ich erkranke plötzlich schwer und kann meinen Beruf nicht mehr ausüben wie bisher. Oder jetzt in der Pandemie, mein Betrieb steht vor dem Aus, ich stehe von heute auf morgen ohne Arbeit da. Oder es trifft mich eine Katastrophe wie das Hochwasser, und ich habe plötzlich kein Dach mehr über dem Kopf und alles ist verloren. Da braucht es Zuspruch, um weitermachen zu können und nicht aufzugeben. Zuspruch von Menschen und auch die Zusage: Gott ist da! So ein Segen kann sogar motivieren, nochmal neu anzufangen. Wie Abraham in der Bibel. Er ist uralt, keine Nachkommen in Sicht und da sagt Gott ihm, zieh los, fang nochmal woanders neu an. Ich zeig dir peu à peu, wo es lang geht. Und du wirst viele Nachkommen haben. Und ich will dich segnen und durch dich sollen gesegnet werden alle Menschen auf dieser Erde. (Die Bibel, 1. Mose 12,1-3) Und Abraham startet nochmal neu durch. Dieser Segen macht ihm Mut. Er spürt: Gott sorgt dafür, dass ich den richtigen Weg einschlage, und am Ende werde ich gut ankommen.

Gott segne Dich und Du sollst ein Segen sein. Diesen Segen Gottes für Abraham spreche ich Ihnen als Pfarrerin gern zu. Bleiben Sie behütet.

 

Ihre Pfarrerin Barbara Schwahn, Meerbusch.

 

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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