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Kirche in WDR 2 | 21.11.2019 | 05:55 Uhr

Ich fühle mich total leer

Steinwender: Mein Name ist Sabine Steinwender-Schnitzius, schönen guten Morgen.

Gerhardt: Mein Name ist Joachim Gerhardt, schönen guten Morgen.

Steinwender: Ich fühle mich total leer heute Morgen.

Gerhardt: Leer und kaputt.

Steinwender: Ja.

Gerhardt: Hart, wenn das schon das erste Gefühl am frühen Morgen ist.

Steinwender: Ja, das stimmt. Muss man aushalten können. Aber es bleibt einem ja nichts anderes übrig.

Gerhardt: Woran liegt`s?

Steinwender: Ich fühle mich leer, aber nicht leer gelaufen. Verstehst Du? Das ist dieser Zustand, wenn alles noch so durcheinander wirbelt und es keine Ordnung gibt. Du kennst doch diese Schüttelbilder. Gibt`s jetzt wieder zu Weihnachten. Ein Weihnachtsmännchen, das im Schnee steht und wenn man es schüttelt fliegt alles durcheinander und wenn es sich setzt bekommt man langsam den Überblick. Ich bin in diesem Schüttelzustand.

Gerhardt: Aber das ist ja kein schönes Gefühl.

Steinwender: Das ist kein schönes Gefühl und man hält das eigentlich nur aus, weil man die Erfahrung hat, wenn sich der Schnee gelegt hat, die Flocken, dann hat man wieder Überblick, dann sieht man wieder klar.

Gerhardt: Wenn ich jetzt das schöne Bild vor Augen habe mit dieser Schüttelkugel, die ich als Kind so geliebt habe, dann sehe ich die Landschaft vor mir, durch die man wandert. Und ich habe jetzt eine Wandererfahrung gemacht, im Hohen Venn in der Eifel waren wir wandern, dass Wandern ein Leer-Laufen ist, das einem gut tut, dass man einfach mal läuft und läuft und läuft und irgendwann einmal werden die schweren Gedanken leichter und das ganze Leben wird leichter. Es gibt auch eine Schwere, die gut tut.

Steinwender: Das stimmt. Meine Erfahrung ist auch,  dass Bewegung unglaublich gut  tut. Ich gehe ja gerne tanzen, ich tanze gerne Tango, ich tanze gerne Modern, ich gehe unheimlich gerne in Tanztheater, Du weißt, ich wohne in Wuppertal, Pina Bausch. Das ist für mich fast, als würde ich mich selber bewegen. Also, Bewegung ist schon super.

Gerhardt: Bewegung tut Leib und Seele gut. Ich glaube auch, dass das Pilgern – der innere Geist des Pilgerns ist das, dass Du Dich leer läufst – der Weg ist das Ziel heißt es ja. Und da ist was ganz Wahres dran.

Steinwender: Und in der Bewegung finde ich dann eigentlich Ruhe. Da legen sich dann diese Schneeflocken und dann spüre ich den Grund. Dann merke ich ganz deutlich, worauf es mir eigentlich im Leben ankommt. Und das hat auch was mit Gott zu tun.

 

Redaktion: Pastorin Sabine Steinwender-Schnitzius

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