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Kirche in WDR 2 | 29.04.2019 | 05:55 Uhr

Alles neu

Alles neu

Heute ist wieder Montag, und weil heute Montag ist, ist das Wochenende auch schon wieder vorbei.

Tja.

Naja, vielleicht auch nicht, denn am Mittwoch ist der erste Mai, und mancher kommt vielleicht auf die Idee und nimmt sich zwei Brückentage für einen kleinen Urlaub. Ab in den Mai quasi. Wer auf diese Idee gekommen ist: Herzlichen Glückwunsch und eine tolle Zeit.

Alles neu macht der Mai, so heißt ein Sprichwort. Sprichworte sind ja sowas wie geronnene Lebenserfahrungen. Und die Lebenserfahrung ist ja die, dass die Vegetation rund um den ersten Mai einen Sprung macht. Die Bäume bekommen ein zartes Grün, wie es eben nur der Mai hinkriegt, die Wiesen sind dampfig frisch, Narzissen, Tulpen und Hyazinthen scheinen wie mit dem Malerpinsel getupft, als sei die Farbe noch gar nicht getrocknet.

Ich liebe diese Jahreszeit. Sie ist so leicht und optimistisch, voller Hoffnung und Vorfreude auf pralle Gärten und laue Abende. Alles wird gut! Scheint der Mai zu sagen. Mach dir keine Sorgen. Bloß nicht. Die Menschen verlieben sich im Mai, deswegen werden wieder Maibäume gesetzt, übrigens auch in der Großstadt. Und viele Menschen heiraten im Mai, logisch, der Mai spielt mit seinem „Naturtestosteron“ der Liebe nun wirklich in die Karten.

Alles neu macht der Mai. Der Popmusiker Peter Fox hat vor einiger Zeit mal eine Art modernes Mailied geschrieben, wie ich finde. Im Refrain heißt es nämlich: Hey, alles glänzt, so schön neu. Hey, wenn's dir nicht gefällt, mach neu. Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo's hingeht. Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht. Hey, alles glänzt, so schön neu.

Ich merke jedes Jahr mehr, wie sehr ich den Mai liebe. Vielleicht hat das etwas mit dem steigenden Alter zu tun, ich weiß es nicht. Es ist jedenfalls ein Segen zu spüren, dass im Mai das Leben sichtbar und spürbar zu einer neuen Runde aufbricht. Auch in mir selbst. Einfach toll. Ein Geschenk.

Also: Mach was draus! Mach die Augen zu, schnuppere dem Leben hinterher, sauge es auf, wenn du magst, mach damit deine Lungen und deine Seele voll bis an den Rand, voll bis zum Überlaufen. Denn der Mai will sagen: Alles auf Anfang! Alles neu! Alles lebt! Alles wird gut. Geh raus, lass dir die ersten Sonnenstrahlen auf den Pelz brennen. Schwing dich aufs Rad. Leg dich auf die Wiese. Trink dir ein Bier auf der Bank. Umarme deine Frau und deinen Mann und dein Kind. Und was dir nicht gefällt: Machs neu, jetzt ist die Zeit dafür.

In einem etwas rätselhaften Buch der Bibel, das sich – grob gesagt – mit den „letzten Dingen“ beschäftigt lese ich: „Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Schreib es auf! Kannst dich drauf verlassen!“ Schön, oder? Steht so in der Apokalypse. Und weiter: „Wer durstig ist, den werde ich unentgeltlich aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.“

Gott ist selber ein Mai-Fan. Ein Fan des Lebens. Gott verspritzt das Leben, einfach so, mehr als du brauchst, jeden Tag, immer weiter.

Alles neu, überall. Wie toll.

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