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Kirche in WDR 3 | 30.01.2020 | 07:50 Uhr

Ja-Wort

Guten Morgen!

Martina und Leo wollen im nächsten Jahr kirchlich heiraten und ich darf sie trauen.

Die beiden gestalten den Traugottesdienst mit und entwerfen das Liedheft dafür. 

Bei unserem zweiten Treffen ist es fertig.

Ich schaue es mir an und staune, wie aufwändig es gestaltet ist.

Leo schaut in Richtung seiner Verlobten und sagt:

Sprecher: „Das hat Martina gemacht. Sie hat einen richtigen Ehrgeiz entwickelt. Ich konnte ihr da leider nicht wirklich bei helfen.“

Autorin: Martina schmunzelt.

Sprecherin: „Das stimmt. Aber eins haben wir doch zusammengemacht und das gefällt uns auch richtig gut.“

Autorin: „Und zwar?“, frage ich neugierig nach.

Sprecherin: „Wir wollten ja noch überlegen, ob wir unser Trauversprechen selbst formulieren und… wir haben uns dazu entschieden! Und da haben wir gemeinsam was formuliert. Und wir glauben es passt auch gut zu dem Trauspruch, den wir uns ausgesucht haben.“

Autorin: Leo nickt.

Sprecher: „Stimmt. Unser Trauspruch ist schön kurz und bringt´s auf den Punkt: Die Liebe hört niemals auf.“ 

Autorin: Martina gibt zu:

Sprecherin: „Naja, zuerst war ich mit dem Spruch noch nicht ganz zufrieden. Schließlich hab ich als Kind ´ne ganz andere Erfahrung machen müssen. Meine Eltern haben sich voneinander getrennt als ich acht war. Und da war so viel Streit vorher, da war die Liebe definitiv vorbei. Aber als Leo und ich dann unser Trauversprechen geschrieben haben, da passte er auf einmal richtig gut.“

Autorin: Am Tag der Hochzeit haben Martina und Leo sich das Versprechen gegenseitig zugesprochen. Die Hochzeitsgemeinde hing förmlich an den Lippen der beiden. Man spürte: Sie meinen das, was sie sagen. Vielleicht weil sie es selbst so erlebt haben, vielleicht weil sie es gerne so erlebt hätten, aber ganz gewiss deshalb, weil sie diese Worte füreinander geschrieben hatten – als Menschen, die einander kennen und lieben.

Sprecher:

Ja ich will,

dich mit Haut und Haaren

bei Sonnenbrand und Schlittschuhwetter

wenn alles gut ist oder alles daneben geht

wenn wir auf den Putz hauen oder auf der Couch rumliegen

wenn du mich verzauberst

oder mich auf die Palme bringst 

Sprecherin:

Ja ich will,

wenn Du Mist gebaut hast oder der Held des Tages bist

wenn Du mir einen Gefallen tust oder nicht

wenn Du meinst dass nicht ich dich glücklich machen musst und du mich

wenn Du weißt, dass allein Du mir genügst.

Sprecher:

Ja ich will,

und weil ich weiß, dass kein Versprechen für ewig ist,

will ich es gemeinsam mit Dir dem anvertrauen, der ewig ist.

Sprecherin: (Wdh)

Ja ich will,

und weil ich weiß, dass kein Versprechen für ewig ist,

will ich es gemeinsam mit Dir dem anvertrauen, der ewig ist.

Autorin:

Ja, ich will -

das sagen nicht nur die Brautleute vor dem Altar.

Ja, ich will -

das sag ich an Neujahr, wenn ich mir was fest vorgenommen habe.

Jaaaa, ich will -

das sagt das kleine Kind, das sich ein Haustier wünscht und auf den ältesten Hund im Tierheim zeigt.

Ja, ich will -

das sagt meine Unterschrift unter dem neuen Arbeitsvertrag.

Ja, ich will -

das sag ich manchmal schweren Herzens, weil ich weiß es bleibt nichts anderes übrig.

Gottes Segen für Ihr persönliches Ja-Wort!

Das wünscht Ihnen

Pfarrerin Anne Wellmann aus Duisburg.

 

Redaktion: Landespfarrerin Petra Schulze

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