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Kirche in WDR 2 | 25.01.2021 | 05:55 Uhr

Jahreslosung 2021

Scham – wer kennt das Gefühl nicht. Manche schämen sich, wenn sie über ihre Gefühle reden, über ihre Religion, darüber, woran sie glauben. Das Gefühl der Scham kennt schon der Apostel Paulus: Im Römerbrief schreibt er: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“ (Römer 1,16). Er bekennt sich zu seinem Glauben und lebt ihn mit aller Konsequenz. Nimmt Anfeindungen, Verleumdungen, Diskriminierungen in Kauf – ja, sogar eine Haftstrafe.

 

Interessant ist, dass ausgerechnet dieser Bibelvers 1930 als Jahreslosung – ja, ausgelost wird. Reiner Zufall! Die Erfindung mit der Jahreslosung stammt von Pfarrer Otto Riethmüller. Er will den NS Sprüchen Bibelverse entgegenstellen. Als Mitglied der Bekennenden Kirche lebt er im Widerstand gegen Hitler.

 

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig gewesen ist“ (Lk 6, 36). So lautet die Jahreslosung für 2021.

 

Seid barmherzig – ja, das muss man auch zu sich selbst sein. Sei barmherzig mit dir. Am besten schon morgens beim ersten Blick in den Spiegel. Schenke Dir ein Lächeln und sei gnädig mit dir. Immerhin hast Du schon ein paar Jahre Leben hinter Dir. Mit allem was dazugehört. Stunden voller Freude und Angst, Liebe und Schmerz, Verzweiflung.

Sei barmherzig mit dir – dann ist es auch leichter, mit Anderen barmherzig zu sein.

 

Seid barmherzig. Wenn sich Euer Herz zusammengezogen hat. Verhärtet ist beim Gedanken an den Chef, den Nachbarn, den Ex. Bei dem Gedanken an das eigene Kind, den Vater, die Mutter. Das Herz ist nur ein Muskel, lasst ihn los und schickt den Feinden ein Lächeln.

 

Seid barmherzig. Sagt Jesus. Ich denke an die Flüchtlinge in Bosnien und auf Lesbos. Die im Schlamm sitzen, ohne Wasser, Medikamente, Heizung. Seid barmherzig! Helft den Flüchtlingen, bringt sie an sichere Orte. Lasst sie ein Leben führen, das Menschenwürdig ist – vergesst nicht, auch die Geflüchteten sind Gottes Ebenbilder.

 

Barmherzigkeit ist für mich keine Privatsache. Sie hat auch einen politischen Impuls. Es geht um mehr Gerechtigkeit und Gleichheit für alle. Denn vor Gott sind wir alle gleich. „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lk 6,36). Auch wir sind angewiesen, darauf, dass Menschen zu uns barmherzig sind, Gott ist es schon.

 

 

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