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Kirche in WDR 2 | 29.12.2020 | 05:55 Uhr

Jesus – queer?

O-Ton: Für mich ist ganz klar: Jeder Mensch ist ein „Selfie“ Gottes, und diese Ebenbilder die sind eben viel vielfältiger als wir das   bisher vermutet haben. Jeder Mensch ist wunderbar gemacht, so wie er oder sie ist.

 

Autorin: Das sagt Thorsten Maruschke. Er ist Pfarrer in einer evangelischen Kirchengemeinde in Hagen. Neben den üblichen Aufgaben wie Andachten im Kindergarten, Trauungen, Beerdigungen und Seelsorge engagiert sich der Theologe bei „QuiKT – Queer in Kirche und Theologie“, eine Gruppe, die sich um das Thema „Transidentität in der Kirche“ kümmert.  

 

O-Ton: Trans* ist eine Selbstbezeichnung von den Menschen, bei denen das empfundene Geschlechtsbewusstsein nicht übereinstimmt mit dem, was sie bei der Geburt zugeschrieben bekommen haben.

 

Autorin: Da ist Gottes Schöpfung tatsächlich bunter, als die meisten das zunächst annehmen. Deshalb bemüht sich Thorsten Maruschke, Menschen in all ihrer Vielfalt theologisch und geistlich anzusprechen.

 

Gerade bei Trans*-Menschen steht das Thema Veränderung im Fokus, wenn sie bemerken, dass ihr zugeschriebenes Geschlecht nicht mit ihrem eigenen Empfinden übereinstimmt. Manche von ihnen suchen dabei auch die Begleitung der Kirche. 

 

O-Ton: Wir bieten den Trans*- Menschen, die Möglichkeit, sich unter Gottes Segen zu stellen und zwar während ihrer Geschlechtsangleichung, Transition sagt man, und das ist ein Moment, der ihr Leben völlig neu sortiert. Und da ist es total wichtig, dass sie sich unter Gottes Segen stellen können.

 

Autorin: Transidentität, so die Arbeitsgruppe QuiKT, ist keine Abweichung von Gottes Schöpfung, sondern ein Spezialfall von Gottes Schöpfungsphantasie und damit ein ganz individuelles Geschenk Gottes für diesen besonderen Menschen. Mit dem Segen anlässlich einer Transition – so heißt es in der Kirchensprache – knüpfen sie an die Tradition Jesu an.

 

O-Ton: Jesus hat die Menschen ja auch darin unterstützt, zu sich selbst zu finden. Vor allen Dingen dann, wenn sie nicht den Konventionen entsprochen haben, also man könnte im Grunde sagen: Queer waren. Wo immer Menschen angegriffen wurden für das, wie sie waren, stand Jesus hinter ihnen. Er hat sie mit Gottes Segen gestärkt. Genau das versuchen wir auch.

 

 

Weitere Informationen:

https://www.quikt.de (Zuletzt abgerufen am 14.12.20)

https://www.huk.org/ (Zuletzt abgerufen am 14.12.20)

 

 

 

Redaktion: Landespfarrer Dr. Titus Reinmuth

 

 

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