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Kirche in WDR 4 | 02.04.2021 | 08:55 Uhr

Karfreitag

Heute ist Karfreitag. Einer der wichtigsten Feiertage der Christen. Warum ist der Tag wichtig?  Jesus hängt am Kreuz.

Wäre es jetzt nicht verständlich, dass er die Menschheit verflucht?

Doch nichts davon.

Obwohl ihn fast alle Jünger verlassen haben. Nur Johannes steht mit seiner Mutter Maria unter dem Kreuz. Obwohl ihn der Chefjünger, Petrus, in einer Nacht dreimal verraten hat. Obwohl ihn Judas ans Messer geliefert hat, Lohn dreißig Silberlinge.

Was gibt Jesus die Kraft, dass der Fluch ausbleibt?

Vorher, im Garten Getsemani, ergriffen ihn Angst und Traurigkeit, wie der Evangelist Matthäus schreibt. Jesus sagt zu seinen Jüngern: "Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wachet mit mir". Doch die Jünger schlafen ein, sie erkennen den Ernst der Lage nicht. So ist Jesus total allein mit seiner Not – wie viele Menschen jetzt in der Pandemie auf den Intensivstationen.

Jesus spricht mit seinem Vater im Himmel: "Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, geschehe dein Wille".

Jesus fügt sich in sein Schicksal. Warum?

Früher haben viele gedacht: Der wollte sich sicher sich opfern, um seinen Vater versöhn­lich zu stimmen gegenüber uns Menschen. Als wäre Gott derart zornig auf die Menschen, dass er sie am liebsten verflucht hätte – wenn nicht dieses Opfer gewesen wäre.

Aber noch einmal: Der Fluch bleibt aus!

Heute meinen viele, dass Jesus sein Leben opfert, damit wir Menschen uns nicht gegenseitig zu Opfern unserer Wut und Aggression machen. Ich meine das auch. Und das heißt im Grunde: Mit dem Kreuzesopfer Jesu ist endlich genug mit Hass und Gewalt! Indem wir uns daran erinnern, was ja in jeder Heiligen Messe geschieht, gewinnen wir die Kraft zum Frieden. Vergebung, Versöhnung, Verzeihung.

Mit Jesus werden zwei Räuber gekreuzigt. Der eine verspottet Jesus, wie es auch die Hohenpriester tun. Der andere sagt: "Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten. Dieser aber hat nichts Unrechtes getan". Und dann sagt er zu Jesus: "Denk an mich, wenn Du in dein Reich kommst". Jesus antwortet: "Heute noch wirst Du mit mir im Para­dies sein". Dieser Wortwechsel am Kreuz macht klar, warum Jesus gerade hier, in seiner Todesstunde, die Menschheit nicht verflucht. Im Gegenteil, er verzeiht dem Verbrecher und öffnet ihm den Himmel.

Das gilt ab dann für uns alle. Ohne Ausnahme. Und das ist wichtig. So richtig klar wird das dann übermorgen, zu Ostern. Dann feiern wir Christen, dass der Himmel offen ist. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass sie dies spüren, gerade wenn sie heute krank oder mutlos sind.

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