Aktuelles

Beiträge auf wdr2 

katholisch

Kirche in WDR 2 | 13.07.2019 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

„Made in China“

Francois ist jung, Fotograf und waschechter Pariser und damit Franzose von Geburt an. Wobei: Seine chinesischen Wurzeln sieht man ihm an und das führt im Alltag immer wieder zu verrückten Situationen. Darum geht es im Film „Made in China“, der nächste Woche in die Kinos kommt. Ein Beispiel? Bei einer Polizeikontrolle wissen er und sein Kumpel mit dem Ausländer-Trick aus der Schlinge zu ziehen:

Okay pass auf, du spielst jetzt den Chinesen. Was? Hör mir zu und spiel mit. Na Monsieur, haben wir es etwas eilig? Nein gar nicht, kein Stress. Wie bitte? Also jetzt Mal ganz ehrlich, es ist doch nicht meine Schuld, wenn ich von meinem Fahrlehrer kein Wort verstehe. Sie haben doch gesagt „fahr da vorn rechts“, oder? Nein Monsieur,...(unverständlich). Fahren Sie schon weiter, verschwinden Sie und wechseln Sie besser den Fahrlehrer.

So witzig die Situation vielleicht auch ist: François nervt es, dass alle Menschen ihn für einen Chinesen halten. Denn seitdem er sich mit seinem Vater zerstritten hat und von zuhause abgehauen ist, will er seine chinesischen Wurzeln hinter sich lassen. Doch als seine Freundin schwanger wird, muss sich François seiner Vergangenheit stellen. Er fährt zu seiner Familie, um den Streit mit seinem Vater endlich beizulegen.

Was ist das für eine Story mit deinem Vater? Vor dem Tod meiner Mutter wollte ich Fotograf werden. Er wollte, dass ich Ingenieur werde. Wir bekamen uns in die Haare, der Ton wurde schärfer, solange ich unter seinem Dach war, sollte ich entweder gehorchen oder verschwinden. Also bin ich abgehauen. Aber seitdem wird er sich doch wohl beruhigt haben?

Leider nicht – im Gegenteil:

Was hast du für einen Beruf? Ich bin Fotograf. Manchmal sind’s halt Lebensmittel, so wie Joghurt. Du hast dein Ingenieurstudium hingeworfen für Joghurt?

François leidet sehr darunter, von seinem Vater nicht akzeptiert zu werden. Schon als Kind hat sich François von ihm im Stich gelassen gefühlt, als seine Mutter gestorben ist und er seinen Vater so dringend gebraucht hat. Jetzt, wo er Großvater wird, ist er wieder nicht für François da...

Du darfst deinem Vater nicht böse sein. Er hat erfahren, dass er Großvater wird und er geht wortlos weg. Und er war nie für uns da. Doch er war stets für die Leute in unserer Gemeinde da, die seine Hilfe brauchten. Für die anderen ja, aber für uns... Und überhaupt, das entschuldigt nichts. Ich erzähle es dir, weil nach dem Tod deiner Mutter haben wir alle gelitten und er am meisten.  Warum hat er sie dann allein gelassen? Warum war er nie da? Da irrst du dich, so ist das nicht gewesen...

Vater und Sohn versuchen, sich nach 10 Jahren zu verzeihen und zu versöhnen. Eine echte Herausforderung für beide und stark, dass der Film das nicht auf die leichte Schulter nimmt, sondern sich an dieser Herausforderung richtig abarbeitet. Denn ich weiß sehr gut, dass Verzeihen manchmal richtig schwer ist. Als ich zuletzt in so einer Situation war, musste ich an einen Satz denken, den Jesus gesagt haben soll: „Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Und genauso ist es doch häufig beim Streiten: Da merken wir gar nicht, was wir tun, dass wir den anderen verletzen und wir uns am Ende beide schlecht fühlen. In dieser Situation die Kraft zum Verzeihen und zur Versöhnung zu finden, das ist für mich die wirkliche Herausforderung beim Streiten.

evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen