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Kirche in WDR 2 | 22.02.2020 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Bryan ist ein junger Anwalt, der gerade seinen Abschluss an der renommierten Harvard-Universität gemacht hat. Alle Anwaltskanzleien reißen sich um ihn, aber er schlägt jedes Angebot aus. Stattdessen setzt er sich für Menschen ein, die zu Unrecht verurteilt wurden oder sich keinen guten Anwalt leisten können. Darum geht es im Film „Just Mercy“, der am Donnerstag in die Kinos kommt. Gleich der erste Fall des jungen Anwalts ist ziemlich spektakulär...

 "Daher wird angeordnet, geurteilt und verfügt, dass Walter McMillian den Tod durch den elektrischen Stuhl zu erwarten hat. Das ist mein Vater, Sir. Setzen Sie sich junger Mann. Er hat nichts Unrechtes getan. Ich sage es nicht nochmal, setzen Sie sich. Nicht, wenn Sie meinen Vater ohne jeden Grund umbringen! Sie bringen meine Familie um, Sie!"

Das Besondere an dieser Verurteilung: Es spricht alles gegen ihn als Täter. Alle Indizien weisen auf seine Unschuld hin und der einzige Zeuge ist ziemlich unglaubwürdig. Deshalb ist Anwalt Bryan auch von Walters Unschuld überzeugt.

"Mir ist klar, dass das Gerichtsverfahren auf Lügen aufgebaut war. Wenn man einen Schwarzen schon ein Jahr vor seinem Prozess in den Todestrakt steckt, wenn man jeden Beweis, der seine Unschuld belegt unterdrückt und jeden, der versucht die Wahrheit zu sagen, bedroht - das ist nicht Gerechtigkeit, das ist Unrecht."

Bryan setzt sich als Anwalt für die Menschen ein, die kein Geld haben oder wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden. So wie Walter im Film „Just Mercy“, der zum Tode verurteilt wurde. Bryans Einsatz ist gefährlich, denn auch er als Anwalt wird zur Zielscheibe von Rassismus. Trotzdem ist Anwalt Bryan die letzte Hoffnung für die Familie des angeblichen Mörders.

 "Danke, dass Sie extra so weit rausgefahren sind. Die meisten Anwälte haben nicht mal Zeit anzurufen. Ich kann nicht glauben, dass Sie mit all meinen Leuten gesprochen haben und für mich kämpfen wollen. Jeder von uns ist mehr als das Schlimmste, das er je getan hat. Ihr Leben ist immer noch bedeutsam und ich tue alles, um die darin zu hindern, es Ihnen zu nehmen."

Der Anwalt Bryan im Film beeindruckt mich. Er kämpft für Gerechtigkeit und setzt sich für Arme und Unterdrückte ein. Er gibt Menschen vor Gericht eine Stimme, die selbst schon längst aufgegeben haben. Das erinnert mich an Jesus, der sich ebenfalls für Gerechtigkeit eingesetzt und für Arme und Unterdrückte gekämpft hat. Jesus hat jeden Menschen ohne Vorurteile behandelt, egal ob sie arm oder reich waren oder dieser oder jener Abstammung. Er hat grundsätzlich in jedem Menschen das Bild Gottes gesehen. Von daher hat jeder Mensch eine einzigartige Würde, die ihm niemand nehmen darf. Nicht durch Ausgrenzung und Diskriminierung, nicht durch Gewalt oder die Todesstrafe. Überhaupt rechtfertigt keine noch so schwere Straftat die Todesstrafe. Mein christliches Menschenbild sagt mir: Jeder Schuldige kann sich zum Guten ändern. Ob Anwalt Bryan Christ ist, das weiß ich nicht. Aber wie Jesus würde er sicher sagen: Gerade diese Menschen im Todestrakt liebt Gott über alles und sie sind wie wir alle unendlich wertvoll.

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