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Kirche in WDR 4 | 26.01. 2019 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Notruf im Krankenhaus.

Hallo, mein Sohn ist verschwunden. Und ich wollte nachfragen, ob er bei Ihnen eingeliefert wurde. Oder ob es einen Unfall gegeben hat. Nicolas Sheff. S-H-E-F-F. - Wir haben niemanden mit diesem Namen aufgenommen!

David Sheff macht sich Sorgen um seinen Sohn. Denn Nic ist drogenabhängig. Crystal Meth hat sein Leben zerstört, all seine Pläne und Hoffnungen kaputt gemacht. Sein Vater leidet unter der Entfremdung, gibt sich selbst die Schuld, versteht nicht, wie es so weit kommen konnte.

Du denkst, dass du die Sache unter Kontrolle hast. Und ich weiß genau, was für eine Angst du hast. - Ich weiß, wieso ich das tue. Das ändert bloß überhaupt nichts, verstehst du! Und dir ist es nur peinlich, weil du was Besonderes aus mir machen wolltest, dein besonderes Werk. Und wer ich jetzt bin, gefällt dir nicht. - Ja? Wer bist du denn, Nic? - Ich bins, Dad, das ist genau das, was ich bin!

Nic und sein Vater David sind die Hauptfiguren im Film “Beautiful Boy”. Seit Donnerstag läuft er im Kino. Ein Film über die Abgründe der Drogensucht. Und über eine Familie, die daran zu zerbrechen droht.

Es tut mir leid, Dad. Hör zu, ich brauch das Geld einfach, ok? Also gib mir bitte das beschissene Geld. - Und was dann? Wohin soll das führen? - Das ist ... Dieses Mal zieh ich es durch. Es läuft gut für mich. Ich bin seit fünf Tagen clean. - Mir scheint es nicht so gut für dich zu laufen. - Ach, dir scheint es nicht so gut zu laufen? Soll ich ... - Du kannst nach Hause kommen. - Nein, das wäre ... - Wir kriegen das hin ... Bitte, Nic!

Nics Eltern müssen lernen, dass ihr Sohn eigene Wege geht. Wege, die sie nicht verstehen und die sie nicht gut finden. Und das sind sie auch nicht. Dass Nics Sucht schlecht und zerstörerisch ist, das wissen nicht nur seine Eltern. Das weiß er auch selbst. Für Nic bedeutet das ein großer Kampf mit sich selbst.

Aber trotz allem: Er darf sich darauf verlassen, dass sein Vater ihn nicht allein lässt, dass er zu ihm steht, auch wenn er weit weg läuft und sich verliert. Der verlorene Sohn kann sicher sein, dass er zurückkommen darf und dass sein Vater ihn in die Arme nimmt und sich freut, ihn wiedergefunden zu haben.

Vor nicht allzu langer Zeit hast du noch gelesen und geschrieben und hast Wasserball gespielt. Und sieh uns jetzt an. - Dad, es tut mir alles furchtbar leid, wirklich! Dad, es tut mir so leid, Dad! - Nic, all das, was in dir steckt, das wirst du auch wiederfinden. Du wirst es zurückbekommen.

Das ist das Besondere an einer Familie: Die hat man sich nicht ausgesucht, aber: man gehört zusammen. Ein Leben lang. Das kann viel Kraft kosten, unendlich viel Kraft. Und manchmal überfordert es auch, die Eltern oder die Kinder. Oder beide. Aber das kann auch viel Kraft geben: Selbst wenn ich den größten Mist gebaut habe, selbst wenn ich mich zu verlieren scheine: Da gibt es Menschen, die gehören zu mir. Und ich zu ihnen.

Ich weiß jetzt, dass ich einen weg finden muss, um dieses große schwarze Loch zu füllen. Und da ist noch meine Familie. Meine Mum ist fantastisch. Und mein Dad auch. Ich will, dass sie stolz auf mich sind.

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