Aktuelles

Beiträge auf wdr4 

katholisch

Kirche in WDR 4 | 07.09.2019 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Wovor haben wir eigentlich Angst? So wirklich lähmende, quälende Angst. Vor Spinnen? Vor Prüfungen? Vor engen Räumen? Oder auch: Vor Clowns?

Ton: Hallo! (Lachen)

Die Wissenschaft nennt das Coulrophobie, die Angst vor Clowns. Zum großen Teil verantwortlich dafür, dass es sowas überhaupt gibt, ist der Gruselautor Stephen King. Mit seinem Roman „Es“, in dem sich das unfassbar Böse als Clown „Pennnywise“ manifestiert, hat er die Angst vor Clowns auch in die breite Gesellschaft gebracht. Im Kino läuft mit „ES – Kapitel 2“ ab jetzt eine Neuinterpretation der Geschichte.

Ton: Ich war immer Daddy’s kleines Mädchen? Und du? Bist du auch immer noch sein kleines Mädchen, Beverly? Bist du?

Es geht in die fiktive Kleinstadt Derry. Hier treibt das Monster ohne Namen, das alle nur „Es“ nennen, sein Unwesen. Vor 27 Jahren hat eine Gruppe von Schulfreunden das Böse bezwungen. Scheinbar. Jetzt ist Es zurück, quält und frisst die Kinder der Stadt. Die Freunde von früher haben die Geschehnisse ihrer Kindheit aber verdrängt. Jetzt müssen Sie zurück in Ihre Kleinstadt, und sich den Ängsten von damals stellen.

Ton: Wollen Sie nicht reinkommen? Das ist das mindeste, das ich tun kann.

Der Clown ist dabei aber nur eine Form, die dieses böse Wesen ohne Namen einnehmen kann. Es zeigt sich immer als das, wovor man die größte Angst hat. Als gewalttätiger Vater, als Opfer eines Hausbrandes, als Werwolf, oder eben als Clown mit scharfen Zähnen und bösem Blick.

Gerne lassen wir uns im Kino von solchen Horrorgeschichten unterhalten. Aber wenn man mal so wirklich darüber nachdenkt, stellt sich ja tatsächlich die Frage. Was ist eigentlich das Böse? Wo kommt es her? Und welche Macht hat es über uns? Die Bibel nennt es Teufel oder Dämonen. Wir tun es uns meist schwer, dem Bösen einen Namen zu geben. Stephen King macht es sich einfacher, und nennt es einfach „Es“. Es ist ein Wesen, älter als die Zeit, sein Aussehen und seine Beweggründe sind für unseren Geist nicht zu fassen.

Wenn man die Theologen fragt, dann haben die zumindest Ansätze, das Böse zu erklären. Dämonen und der Teufel sind real, sagen sie, sind keine Symbolik, sind aber mit unseren Worten und Bildern nicht zu beschreiben. So, wie die Figur „Es“ in dem Film. Die moderne Theologie benutzt lieber den Begriff „unreiner Geist“, als Dämon. Wer anderen etwas Schlechtes wünscht, aus dem sprechen die negativen Gedanken, die die Bibel auch als Dämonen bezeichnt. Und diese fiesen, gemeinen, bösen Gedanken sind real. Sie führen dazu, dass Terroristen in Hochhäuser fliegen, dazu dass Generäle Kriegsverbrechen verüben, und sicher jeder von uns dem anderen, dem fiesen Kollegen oder der unfreundlichen Verkäuferin, sicher schon mal etwas Schlechtes gewünscht hat. Und oft erschrecken wir uns im Nachgang dann über uns selbst. In uns steckt eine Seite, vor der wir auch hin und wieder Angst haben. Genau so wie vor den Spinnen, Prüfungen oder engen Räumen. Leider können wir im wahren Leben nicht einfach einen Clown mit bösem Blick für unsere Bosheiten verantwortlich machen. Auch wenn die Geschichte im Kino noch so spannend ist.

Ton: Fieses Lachen

katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
evangelisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen
katholisch
Abspielen