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Kirche in WDR 2 | 11.07.2020 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung


„Black lives matter“ – Das ist das Motto der Internationalen Bewegung, die sich heute gegen Rassismus und Gewalt einsetzt. Dahinter steht die Überzeugung, dass niemand wegen seiner Hautfarbe benachteiligt oder gar diskriminiert werden darf. - Diese Auffassung war zu Zeiten der Sklaverei in den heutigen USA noch kein Allgemeingut. An die Schrecken dieser Tage erinnert der Film „Harriet – der Weg in die Freiheit“, der seit Donnerstag in den Kinos läuft. Er erzählt die wahre Geschichte von Harriet Tubman, einer Vorkämpferin im Kampf gegen die Versklavung:

"Kinder werden geschlagen, weil sie nicht arbeiten, bevor sie überhaupt wissen, was Arbeit ist; Mädchen missbraucht vor ihrer ersten Blutung; Brüder ausgepeitscht, bis die Haut in Fetzen fällt; Schwestern verkauft ohne ihre Babys. Ihr Leidensweg ist unvorstellbar. Und die, die noch versklavt sind, erleben es genau jetzt."

Ausgebeutet, erniedrigt, gequält – die Lebenswirklichkeit der aus Afrika stammenden Sklaven in Nordamerika ist tatsächlich empörend. Harriet Tubman ist eine der Wenigen, die - wie durch ein Wunder - unversehrt in die Freiheit flüchten kann und die sich dann auch noch der Bewegung anschließt, die für das Ende der Sklaverei kämpft.

"Unsere Arbeit ist jetzt viel gefährlicher geworden. Die Sklavenhalter sind immer aufgebrachter, weil so viele Sklaven fliehen. Bundesrichter, Marshals und Sklavenfänger arbeiten zusammen. Selbst der Kongress droht mit Gesetzesmaßnahmen zur Besänftigung des Südens."

Die Zeiten sind für Fluchthelfer immer riskanter. Wer Sklaven befreit oder Entlaufenen hilft, was Harriet tun will, setzt die eigene Freiheit, Unversehrtheit und das eigene Leben auf’s Spiel.

"Du weißt, was mit dir passiert, wenn sie dich fangen, oder? Sie foltern dich, bis du ihnen den Weg genau in dieses Büro zeigst."

Besorgte Weggenossen wollen Harriet davor bewahren, dass ihr Schlimmes geschieht. Andere dagegen ermutigen sie:

"Du bist selbstbewusst und beherrscht und klug genug, zu wissen, dass man einem unbekannten Weißen nicht in die Augen sieht. Du willst keine Schwierigkeiten haben".

Gottvertrauen, Mut, Willensstärke und Einfallsreichtum hat Harriet schon bei der eigenen Flucht bewiesen. Nun wird ihr klar, dass Gott sie zu einem höheren Zweck berufen hat.

"Mein Entschluss steht fest: Ich muss zurück. Ohne meinen Mann und meine Familie bin ich nur eine Fremde in einem fremden Land. Bin ich frei, sollten sie es auch sein."

Und so riskiert sie immer wieder, gefangen, gefoltert und getötet zu werden. Sie befreit erst ihre Angehörigen, dann Familienfremde. Damit wird Harriet Tubman zu einer der größten Freiheitskämpferinnen der US-amerikanischen Geschichte:

"Ladys und Gentleman! Ich darf Ihnen heute eine höchst außergewöhnliche Frau vorstellen: Mrs. Harriet Tubman. Harriet ist selbst erst vor einem Jahr aus der Sklaverei geflohen und hat sich bereits wieder auf den Weg gemacht, um andere zu befreien. Sie hat neun Seelen gerettet und keine ging verloren."

Ich finde Harriet Tubmans selbstlosen Einsatz für die Freiheit ihrer Mitmenschen faszinierend. Als Christ beeindruckt mich besonders, dass sie sich dazu ausdrücklich von Gott berufen sieht. Damit ist ihr Kampf ganz im Sinne dessen, was der Apostel Paulus an die Galater schrieb: „Lasst euch nicht wieder versklaven“, heißt es da, „denn zur Freiheit hat Christus uns befreit“ (vgl. Gal 5, 1-2). Genau das hat Harriet Tubman gelebt, trotz aller persönlichen Risiken. Ich finde ihr legendäres Engagement beispielgebend. Und ich sehe die Bewegung „Black lives matter“ voll und ganz in dieser Tradition.

"Ich habe ihr Stöhnen gehört und ihre Seufzer und ihre Tränen gesehen. Und ich würde das Blut in meinen Adern bis zum letzten Tropfen geben, um sie zu befreien. Ich werde nicht aufgeben. Ich werde tun, was ich tun muss und gehen, wohin ich gehen muss, ganz egal auf welche Weise. Ich befreie so viele Sklaven, wie möglich, bis diese Bestie, dieses Monster Sklaverei dann endlich tot ist."

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