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Kirche in WDR 4 | 12.01. 2019 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Nur Politik-Insider werden etwas anfangen können mit dem Namen Gary Hart. Aber dieser Name steht für eine besondere Form der politischen Schlammschlacht in den USA. Die nimmt in den 1980er-Jahren ihren Lauf. Und davon erzählt der Film „Der Spitzenkandidat“, der am Donnerstag ins Kino kommt:

O-Ton Gary Hart ist der Mann, den es zu schlagen gilt. - Laut Umfrage liegt Hart zwölf Punkte vor Bush. - Zwölf Punkte? - Gary Hart bringt mutige und innovative Ideen in die amerikanische Politik. – Mit den Ideen und der Vision, Amerika ins 21. Jahrhundert zu führen.

Charismatisch, jung und idealistisch - für viele Wähler seiner Zeit ist er zunächst der Favorit. Hart bekennt sich öffentlich zu seinem christlichen Glauben. Der demokratische Senator fordert Moral in der Politik ein. Er legt die Messlatte hoch. Und die Journalisten, die immer auf der Suche nach einer Story sind, fangen an, Harts Privatleben zu durchleuchten.

O-Ton Senator, würden Sie Ihre Ehe als traditionell bezeichnen? - Privatsphäre gibt es nicht. Die Kameras sind überall. - Sind Sie und Gary verliebt?

Auf einmal geht um außerehelichen Sex. Auch wenn Hart das bestreitet: Die Gerüchteküche brodelt. Und erstmals in der US-amerikanischen Geschichte machen politische Journalisten gemeinsame Sache mit den Schreiberlingen der Skandalpresse.

O-Ton Senator hatten Sie Sex mit der Frau? - Ist das Ihr Ernst? - Sie wollen Präsident werden! - Das ist mir bewusst. - Dann haben Sie eine Verantwortung! - Ich bin mir meiner Verantwortung sehr bewusst! Kennen Sie Ihre?

Die Artikel zu den angeblichen Sex-Geschichten des Spitzenkandidaten entwickeln eine Eigendynamik. Der Skandal, von dem sich 30 Jahre später herausstellen wird, dass er nur inszeniert war, zieht immer weitere Kreise.

O-Ton Frauengeschichten. Lügen. - Nur weil andere Blätter Klatsch verbreiten, heißt es nicht, dass wir das müssen. - Doch heißt es....

STOP, möchte ich hier rufen. Ich selbst bin Journalist. Und ich bin Christ. Und ich finde: Verantwortlich handelnde Journalisten dürfen nur das verbreiten, wofür sie Belege haben, so dass die Fakten stimmen. Und sie dürfen nur veröffentlichen, wenn es ein berechtigtes öffentliches Informationsinteresse gibt.

Es geht nämlich nicht nur um die größten Auflagen und Reichweiten, sondern es geht um das Gesamtklima in der Gesellschaft. Das scheint in Zeiten von Fake-News allzu oft vergessen zu werden. Wie schnell wird für eine fette Schlagzeile die Wahrheit aufs Spiel gesetzt? Wo bleibt die Verantwortung für das große Ganze?

Das sollte übrigens nicht nur im Journalismus gelten. Niemand zwingt mich, Gerüchte weiter zu erzählen. Nicht im Büroflur und auch nicht in digitalen Netzwerken. - Du sollst nicht falsch gegen Deinen Nächsten aussagen. So heißt das achte der zehn Gebote. Wer diese alte Regel aus einem der ersten Bücher der Bibel beachtet, der leistet einen wichtigen Beitrag, um das Miteinander friedlich zu gestalten.

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