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Kirche in WDR 2 | 05.10.2019 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Keine Arbeit, kein Geld, keine Wohnung – keine Anschrift, keine Arbeit, kein Geld. In solchen Teufelskreisen stecken hunderttausende Obdachlose in Europa. Ein Viertel davon sind Frauen. Entsprechend seltener sind sie auf den Straßen sichtbar. Solche Frauen und ihre Betreuerinnen sind die Hauptfiguren in dem Film „Der Glanz der Unsichtbaren“, der am Donnerstag ins Kino kommt. Am Anfang des Filmes informiert die Stadt die Sozialarbeiterinnen, dass sie das Tageszentrum für wohnungslose Frauen für ineffizient hält.

"Sie verwöhnen sie zu sehr. Und deswegen kommen sie zu Ihnen zurück. Ihrem Jahresbericht entnehme ich, dass in diesem Jahr nur vier Prozent Ihrer Schützlinge die Wiedereingliederung geschafft haben. Wir können nicht Geld ausgeben, wenn die Ergebnisse fehlen."

Die Stadt droht mit Schließung. Dass aber nur einzelne Frauen den Absprung schaffen, das ist aus der Sicht der Sozialarbeiterinnen kein Wunder. Sobald für eine der Frauen eine Wohnung gefunden ist, dürfen die Sozialarbeiterinnen sie nicht länger betreuen. Das verbietet die Stadt.

"Genau hier müsste man sie weiter begleiten. Und genau hier, mitten drin, hindert man uns daran. Wir fangen dann wieder bei Null an. Und dann wiederholt es sich. Wie der Hamster in seinem Rad."

In dieser Bredouille kommt einer der Sozialarbeiterinnen eine Idee.

"Wenn wir herausfinden, was sie gut können, zum Beispiel ihre Arbeit, also ihre frühere Arbeit, ihre Ausbildung. Danach coachen wir sie hier. Wir machen so eine Art therapeutischen Workshop. Um ihnen Selbstvertrauen zu geben. Marlene, stell dir mal vor, wenn nur eine es schafft. Nur eine einzige. Das wäre doch ein Erfolg."

Gesagt, getan. Die Sozialarbeiterinnen notieren für jede der Frauen, welche Ausbildung und welche Berufserfahrung sie hat.

"Was warst Du früher? – Ich war Pflegerin. – Ich war Psychoanalytikerin. – Okay. – Ich war in einer Spinnerei."

Dann starten die Sozialarbeiterinnen ein Projekt, in dem die Frauen ausrangierte Gegenstände reinigen, reparieren und zum Verkauf aufarbeiten. Die Ausgangsmaterialien finden sie auf dem Wertstoffhof oder im Müll.

"Für Edit Piaf eine Nähmaschine, Faden und Stoff. Für Marie Sosina eine Schreibmaschine. Für Simone Veilles Parfum. Für die Anderen suchen wir was zum Reparieren: Waschmaschinen, Poster, Lampen, Bügeleisen."

Die Frauen haben dank des Projektes wieder etwas zu tun. Im Gegenzug erhalten sie Seife und Shampoo, Schminke und Puder, Lippenstift und Parfum. Erstmals seit langem können sie sich zurecht machen. Schließlich feiern und tanzen sie zusammen mit den Sozialarbeiterinnen.

"Sie haben wieder Hoffnung, ich hab’s gesehen, Du hast es doch auch gesehen: Na, wie schön sie sind. Wie sie jetzt aufblühen! Das sind für uns kleine Siege. Kleine Stufen, die man hochklettert, eine nach der anderen. So ist das!"

Was die Sozialarbeiterinnen in dem Film machen, finde ich beispielgebend, Sie stärken die Frauen und erinnern sie an ihre Talente und Fähigkeiten. Als Christ bin ich sicher, dass solche Stärken von Gott geschenkt sind. Daran hat Münsters Bischof Felix Genn mich und die anderen 22.000 kirchlichen Mitarbeiter in seinem Bistum gerade erinnert.  «Gott sei Dank für Dein Talent», hat er jedem von uns in einem Brief geschrieben und uns ausdrücklich für unsere Arbeit gedankt. Diesen Dank gebe ich gerne an Sie weiter, liebe Hörerinnen und Hörer: Vielen Dank für alles Gute, was Sie tun. Und Gott sei Dank für Ihr Talent.

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