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Kirche in WDR 2 | 04.04.2020 | 05:55 Uhr

Solidarität unter Hilfswerken

Alles ist anders in diesen Zeiten. Anders ist auch, das ich normalerweise hier zu hören bin als diejenige, die beim Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen arbeitet. Heute aber, schaue ich mit viel Sorgen zu den Kolleginnen und Kollegen von Misereor, die Luftlinie nur rund 600 Meter von uns Sternsingern entfernt arbeiten.

Misereor ist das größte katholische Entwicklungshilfswerk in Deutschland. Dementsprechend ist es mit seinen Projektpartnern weltweit sehr gut vernetzt und in der Zentrale in Aachen ist immer viel los. Jetzt ist alles anders, durch Corona. Und Misereor hat derzeit ein echtes Spenden-Problem. Denn eigentlich hätten sie in den vergangenen Wochen in den Gottesdiensten Spenden gesammelt. So finanziert sich Misereor hauptsächlich. Während wir bei den Sternsingern rund um den Jahreswechsel sammeln, sammeln sie in der Fastenzeit. Aber: Die Kirchen waren ja leer, weil keine Gottesdienste stattfinden durften. Eine Kollekte im eigentlichen Sinn, fiel daher aus.

In diesem Jahr ist alles anders, oder wie das Hilfswerk auf seiner Internetseite sagt: „Plötzlich steht unser Alltag Kopf, und all unsere Gewohnheiten stehen auf dem Prüfstand.“

Was bedeutet das, wenn die Spenden einbrechen?

Für die Projektpartner in vielen Ländern geht es nicht allein um die Sorge nach fehlendem Toilettenpapier. Dort sind die Sorgen aktuell viel existentieller: Straßenkinder haben zum Beispiel auf einmal keine Anlaufstellen mehr um sicher übernachten zu können, viele Kantinen geben kein Essen mehr aus, weil Personal fehlt oder die Einrichtungen ganz geschlossen sind. Gesundheitssysteme, wenn sie dann überhaupt existiert haben, sind völlig überfordert oder zusammengebrochen. 

Aber die Rückmeldungen aus den vielen Projekten zeigt auch, die Menschen finden Wege einander zu helfen, wenn sie die Mittel dazu haben. Diese Mittel bereitzustellen, das ist unsere Aufgabe. Die Kette der Solidarität darf nicht abbrechen, auch wenn es uns selbst zurzeit schlechter geht, als vor der Corona-Pandemie.

Viel wurde getan um einen Spendenausfall von Misereor zu verhindern: Das Hilfswerk selbst hat verschiedene digitale Aktionen angeboten, auch die anderen katholischen Hilfswerke haben dazu aufgerufen Misereor zu unterstützen.

Unterm Strich geht es aber immer noch darum, dass die, die mehr haben denen etwas abgeben die wenig haben. Gerade in Zeiten von Corona, Solidarität zeigt sich besonders in solchen Momenten...

Die Fastenkollekte ist vorüber, aber die Arbeit geht weiter, und die Möglichkeit zu spenden bleibt auch.

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