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Kirche in WDR 4 | 21.09.2019 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

   „Systemsprenger“

 

"Mama! Mama! (Pause) Mama hasst mich."

Die kleine Benni ist neun Jahre alt, aggressiv und unberechenbar. Ihre Mutter ist mit ihrer Tochter total überfordert. Und aus der letzten Pflegefamilie ist Benni schon wieder rausgeflogen. Was also tun? Diese Frage stellt der Film „Systemsprenger“, der in dieser Woche im Kino gestartet ist. Die Erwachsenen sind verzweifelt und wollen Benni wieder in die  Psychiatrie abschieben. Frau Bafané vom Jugendamt wagt einen letzten Versuch und zeigt Benni eine betreute Wohngruppe. Was Benni schmerzt: Ihre Mutter fehlte bei dem Besuch.

"Wo war Mama? Das weiß ich nicht, aber ich sag dir sofort Bescheid, wenn ich es weiß. Benni, schau mich an: Diesmal muss es klappen. Du willst doch nicht wieder solange in die Klinik, oder?"   

Aber es klappt nicht, Benni fliegt auch aus der Wohngruppe raus. Dabei will Benni eigentlich nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen. Das erkennt der Anti-Gewalt-Trainer Micha und schlägt ein ungewöhnliches Experiment vor.

"Wenn ich immer so austicke, darf ich nicht zu Mama. Das kannst du ja ändern. Ich mach mal einen Vorschlag: 1-1- Betreuung, drei Wochen im Wald. Ich will sofort nach Hause, ich hasse es hier."

Micha gelingt es in den drei Wochen im Wald einen Zugang zu Benni zu finden. Doch nach der Intensiv-Betreuung müssen sich die beiden trennen und Benni droht der Boden unter den Füßen wegzubrechen.

Der Kino-Film „Systemsprenger“ ist bewegend und geht unter die Haut. Das kleine Mädchen sucht Halt, Geborgenheit und Liebe – etwas, wonach jeder Mensch strebt. Doch alle stoßen sie weg, weil sie überfordert sind – sogar die eigene Mutter. Das kann es geben, dass Eltern ihr Kind nicht aufziehen können – aus welchen Gründen auch immer. Ich bin überzeugt: Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes und gut so wie es ist. Und Kinder brauchen Bindungspersonen. Es braucht jemanden, der, egal wie schlimm das Kind ist, hinter ihm steht und es nicht verstößt. Denn Kinder sind verletzlich und unsere Gesellschaft hat  die Aufgabe, sie zu schützen. Alle, die solche Kinder aufnehmen, ob Pflege- oder Adoptiveltern, alle die ihnen Geborgenheit geben und Vertrauen in die Welt vermitteln: sie tuen einen wichtigen Dienst. In der Bibel sagt Jesus: Wer so ein Kind aufnimmt, der nimmt mich auf.

Die Kleine Benni aus dem Film „Systemsprenger“ erinnert mich daran: Kein System, keine Gesellschaft darf Kinder zurück lassen, Kinder sprengen keine Systeme – Kinder sind unsere Zukunft.  Ich denke, jeder einzelne trägt eine Verantwortung dafür, dass Kinder nicht herumgeschubst werden, sondern Zugehörigkeit, Geborgenheit und Liebe erfahren. Und dass sie merken, ich bin gut so wie ich bin.

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