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Kirche in WDR 4 | 25.07.2020 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Eine Zeit, in der es nachts auch in Städten und Dörfern fast überall dunkel war: Heute kaum vorstellbar. Als Thomas Alva Edison in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts heranwächst, ist das normal. Vor 130 Jahren ist es nachts nur dort hell, wo Feuer, Kerzen, Fackeln oder Gaslampen brennen. Doch dann bringt dieser große, amerikanische Erfinder der Menschheit elektrisches Licht. Davon erzählt der Film „EDISON – EIN LEBEN VOLLER LICHT“, der seit Donnerstag im Kino läuft:

"Wir haben etwas in einem Glas eingefangen, das bisher immer nur hell am Nachthimmel gefunkelt hat. Heute wollen wir endlich den Deckel für Sie öffnen und sehen was passiert. Sind Sie bereit? Drei, zwei, eins …"

Für Thomas Alva Edison ist die Kohlefaden-Glühlampe nur eine von vielen Erfindungen. Seine Ideen ermöglichen oder verbessern die Verbreitung des elektrischen Stroms, die Fernschreibtechnik, die Tonaufnahme, die Filmaufzeichnung und vieles andere. Deshalb gilt Edison manchen heute als außerordentlicher Erfinder, dem mehrere grundlegende Technologien unserer Gegenwart zu verdanken sind. Der aktuelle Kinofilm zeigt neben solchen Verdiensten aber auch gewisse Widersprüche in Edisons Persönlichkeit auf. Einerseits weist man ihm einfühlsam-humane Züge zu:

"Sir, weshalb entwickeln wir keine Waffen. Fünf Millionen Dollar: Dazu nein zu sagen, ist schwierig! – Nein. Meine Erfindungen funktionieren. Und wenn sie funktionieren, ist es mir lieber, wenn sie keinen umbringen. – Verstehe."

Andererseits entwickelt derselbe Thomas Edison jenen elektrischen Stuhl, wie er heute noch in manchen Staaten der USA verwendet wird. Einerseits heißt es, er denke nicht materialistisch:

"Eins bewundere ich an ihm. Er könnte der reichste Mann der Welt sein. Aber Geld ist ihm verdammt egal."

Andererseits erlebt der Filmzuschauer mit, wie Edison darum kämpft, eine marktbeherrschende Stellung bei Glühlampen und Elektroinfrastruktur zu bekommen.

Doch der große wirtschaftliche Erfolg stellt sich bei Edison nicht ein. In gewisser Hinsicht scheitert er auch hier, wie schon zuvor auf manchen technologischen Irrwegen während seiner verbissenen Suche nach neuen Erfindungen.

Und damit kommen wir zu der für mich größten Lehre aus diesem Forscherleben und dieser filmischen Biografie. Was auch immer schief geht und misslingt: Kein Scheitern darf auf Dauer bewirken, dass ich mit dem Kopf im Sand stecken bleibe. Der Psalmist aus der Bibel verspricht: „Der Herr richtet auf, die niedergeschlagen sind.“ (Psalm 146,8) Ohne Wenn und Aber. Was für ein tröstliches Versprechen! Ob Edisons unbeugsamer Optimismus ebenfalls darin wurzelt, verrät der Film nicht. Aber auch er lässt sich nicht klein kriegen:

"Ich mache immer wieder das Unmögliche wahr. Dann entreißen sie es mir einfach. Und ich mache irgendwas Neues."

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